. .

Ratgeber Ernährung

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
Ratgeber Ernährung

Wenn Gluten den Körper quält

Zöliakie, Gluten, Getreide, Unverträglichkeit, Kleber-Eiweiß, Sprue, Autoimmunkrankheit, Darmerkrankung

© Privat

Expertenrat

Professor Andreas Stallmach, Internist und Gastroenterologe vom Universitätsklinikum in Jena, antwortet
Können Eltern verhindern, dass ihre Kinder eine Zöliakie entwickeln? Das ist eine schwierige Frage. Die Zöliakie entsteht bei Menschen, die aufgrund ihrer Gene dazu veranlagt sind. Sind Vater oder Mutter betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind erkrankt, bei zehn Prozent. Muttermilch jedoch vermindert offenbar das Risiko, dass sich diese Unverträglichkeit auch manifestiert. So ist es besonders wichtig, ein Kind in den ersten sechs Monaten zu stillen und möglichst keine Getreideprodukte zuzufüttern. Denn gerade in den ersten Lebensmonaten ist die Darmschleimhaut des Babys noch sehr durchlässig. Nahrungsbestandteile dringen auf diese Weise leicht in die Schleimhaut ein und sensibilisieren das Immunsystem. Erst nach etwa einem halben Jahr ist die Schleimhaut so dicht, dass sich eine Unverträglichkeit aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr äußert.

Wie können Betroffene mit der Krankheit umgehen? Wer an Zöliakie leidet, dem hilft nur eines: lebenslang streng Gluten-Diät zu halten. Das ist nicht immer leicht. In vielen Lebensmitteln aus dem Supermarkt ist Gluten versteckt. Beispielsweise wird es zum Andicken von Fertigprodukten und Soßen verwendet. Auch im Restaurant kann es mitunter problematisch werden. Nudeln, Soßen und viele Süßspeisen sind passé. Fleisch darf nur unpaniert und Gemüse nur ohne Zusätze verzehrt werden. Betroffene sollten sich daher gut informieren. Das macht schon die halbe Vorsorge aus. Gute Orientierung gibt die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG), die auch im Internet zu finden ist.

Sind regelmäßig Arztbesuche notwendig? Ja, einmal im Jahr. Dabei wird der Patient zuerst gewogen, anschließend wird ihm Blut abgenommen. Der Arzt prüft damit sowohl den Hämoglobinwert als Maß für den roten Blutfarbstoff. Zudem testet er die Konzentrationen fett- und wasserlöslicher Vitamine wie Vitamin D und B12 im Blut. Damit will er herausfinden, wie gut der Patient diese Stoffe über die Darmschleimhaut aufnimmt. Unnötig ist dagegen, regelmäßig beim Gastroenterologen eine Magen-Darmspiegelung durchführen zu lassen.

Kirsten Milhahn
Seite 1: Wenn Gluten den Körper quält
Seite 2: Symptome
Seite 3: Diagnose
Seite 4: Therapie
Seite 5: Expertenrat
 
 
Adobe Flash Player

BMI-Rechner

Kennen Sie Ihren Body-Mass-Index? Er sagt Ihnen, ob Sie zu dick oder zu dünn sind.