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Amusement für die Seele

Süßigkeiten

Schon Babys mögen Süßes, zum Beispiel die süße Muttermilch. Als Erwachsene bleiben uns nur Süßigkeiten. Die sind leider weniger gesund.

Ernährungsexperten empfehlen, Süßigkeiten nur selten zu essen. Deshalb besetzen sie nur den kleinsten Platz in der Ernährungspyramide. Denn zu viel Zucker bringt den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht. Das macht erstens hungrig, und zweitens fördert es - auf lange Sicht - die Entstehung von Diabetes.

Eine Frau sollte pro Tag höchstens zehn Prozent der Energie in Form von Zucker zu sich nehmen; das entspricht etwa 200 Kilokalorien oder zwei Gläsern Cola, 60 Gramm Gummibärchen oder zwei Riegeln Schokolade. Männer wiegen mehr, deshalb dürfen sie entsprechend mehr naschen, Kinder entsprechend weniger. Am besten aber sind die Alternativen aus der Natur: frisches Obst, Trockenfrüchte oder Studentenfutter. Sie enthalten Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamine.

Schokolade macht doppelt glücklich

Schokolade enthält viel Zucker. Und der kann, wie andere Kohlenhydrate auch, unsere Stimmung heben. Zucker fördert zudem die Aufnahme von Tryptophan, einer Aminosäure, die der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandelt. Weil Schokolade Tryptophan und Zucker enthält, wirkt sie gleich als doppelter Glücks-Bringer. Allerdings ist Schokolade eine Kalorienbombe. 100 Gramm Vollmilchschokolade bestehen aus mindestens 30 Gramm Fett und oft aus mehr als 50 Gramm Zucker. Kakaohaltige Getränkepulver bestehen sogar zu rund drei Vierteln aus Zucker.

Bitterschokolade dagegen enthält weniger Zucker als Vollmilchschokolade. Ihr weiterer Pluspunkt: Durch den hohen Kakaoanteil stecken in ihr mehr Flavonoide. Diese Stoffe schützen Adern vor Verkalkung. Allerdings ist in dunklen Schokoladen aus Edelkakao auch mehr Cadmium enthalten - ein Schwermetall, das in Verdacht steht, Krebs zu fördern. Kakao aus Mittelamerika ist stärker damit belastet als solcher aus Westafrika. Gefährlich wird es aber nur, wenn Sie regelmäßig zu viel Cadmium aufnehmen. Selbst wenn Sie täglich eine 100-Gramm-Schokolade der belasteten Sorte vernaschen würden, gilt das noch als unbedenklich.

Ein weiterer Schadstoff in Schokolade ist Acrylamid. Dieser Stoff entsteht beim Rösten des Kakaos. Allerdings steckt er nur in sehr geringen, für den Menschen unbedenklichen Mengen in Schokolade. Dasselbe - allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen - gilt im übrigen auch für den Kalzium-Anteil in Schokoriegeln. Falls Sie also nur wegen der angepriesenen"Extraportion Milch" zur Schokolade greifen, lassen Sie es lieber. Ein Riegel enthält höchstens einen Löffel Milch.

Fünf Gummibärchen entsprechen drei Stück Würfelzucker

Die Aufschrift "ohne Fett" zieht viele magisch an. Doch Süßes, das nicht dick macht, gibt es nicht. Gummibärchen bestehen zu über drei Vierteln aus Zucker: Sie enthalten ihn in Form von Glukosesirup, Dextrose oder Maltose. Wenn Sie fünf Gummibärchen kauen, haben Sie soviel Zucker gegessen, wie in drei Stücken Würfelzucker enthalten ist.

Vorsicht auch bei Getränken: Der Zuckergehalt von einem Liter Apfelsaft entspricht dem von 40 Stücken Würfelzucker. Apfelsaft hat damit mehr Kalorien als Cola. Auch Limonade und Brause enthalten viel Zucker. Die Packungen versprechen allerdings etwas anderes: Da lachen uns herrliche Früchte entgegen. Tatsächlich enthält der Saft aber wenig oder gar keinen Fruchtsaft. Wählen Sie daher lieber reine Säfte, verdünnen Sie diese mit Wasser oder nehmen Sie Schorle ohne Zucker, Süßungsmittel und Aromen.

Erdbeereis hat ein Drittel weniger Kalorien als Schokoeis

Eiscreme schmeckt gut, ist aber süß und fett. Ob Vanille, Rumtrüffel oder Schokolade: Alle Michsorten enthalten fast 12 Prozent Milchfett. Sahneeis wird zu mindestens 60 Prozent aus Schlagsahne gemacht. Das entspricht einem Milchfettgehalt von 18 Prozent.

Wenn Sie Fruchteis statt Eiscreme schlecken, sparen Sie fast ein Drittel an Kalorien. Denn Fruchteis kommt ohne Milch oder Sahne aus. Aber es enthält, genau wie Eiscreme, Zucker. Auch Softeis setzt weniger an als Eiscreme.

Blätterteig besteht zur Hälfte aus Butter

Möchten Sie sich kalorienbewusst ernähren, sollten Sie auf Apfelstrudel und Schwarzwälder-Kirsch-Torte verzichten. Denn Blätterteig besteht ungefähr zur Hälfte aus Butter oder Margarine. Ähnlich fettig ist Mürbeteig. Mit 200 Gramm Mürbegebäck haben Sie bereits Ihren täglichen Fettbedarf von 60 bis 80 Gramm gedeckt.

Wenn Sie sich Plätzchen oder Torte geleistet haben, sollten Sie danach auf einen Ausgleich achten: Sparen Sie danach an Wurst, Käse oder Butter. Oder spezialisieren Sie sich generell eher auf Obstkuchen aus Hefeteig; der ist deutlich fettärmer.

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