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Ratgeber Ernährung

Süße Stärke

Zucker ist nicht gleich Zucker: Manche Sorten liefern schnell Energie, andere machen dafür länger satt. So unterscheiden sich die verschiedenen Kohlenhydrate in der Nahrung.

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Haushaltszucker besteht aus zwei verschiedenen Zuckerarten: Glukose und Fruktose© Colourbox

Alle Kohlenhydrate bestehen im Prinzip aus Zucker - die süße Substanz ist der Grundbaustein von Stärke. Einfachzucker besteht aus Molekülen mit bis zu sieben Kohlenstoff-Teilchen. Solche Einfachzucker bilden die Grundsubstanz, aus denen sich alle anderen Kohlenhydrate zusammensetzen.

Als Traubenzucker (Glukose) versorgt der Einfachzucker die roten Blutzellen mit Energie. Als Fruchtzucker (Fruktose) steckt er in Früchten, Gemüse und Honig. Als Galaktose ist er wichtiger Bestandteil des Milchzuckers (Laktose).

Haushaltszucker besteht aus Glukose und Fruktose

Wenn sich zwei Einfachzucker miteinander verbinden, entstehen Zweifachzucker. So setzt sich Haushaltszucker (Saccharose) aus Glukose und Fruktose zusammen. Gewonnen wird er aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Während der Verdauung wird er vom Darm aus schnell ins Blut geschleust und liefert binnen kürzester Zeit Energie. Bekommt der Körper zu viel davon, landen überschüssige Kalorien auf den Hüften.

Wer viel Bier trinkt, nimmt reichlich Malzzucker (Maltose) zu sich. Der entsteht während des Brauens, wenn die Stärke im Getreide abgebaut wird.

Verträgt der Darm keinen Milchzucker, gibt's Blähungen

Auch Milchzucker (Laktose) ist ein Zweifachzucker. Er ist besonders wichtig für Säuglinge. In der Muttermilch stecken etwa 7,5 Prozent des Energiespenders aus Glukose und Galaktose. Kuhmilch enthält nur 4,5 Prozent.

Um Milchzucker im Dünndarm spalten zu können, ist das Enzym Laktase nötig. Menschen, denen es an diesem Enzym mangelt, bekommen häufig Blähungen, Durchfall oder starke Bauchschmerzen, wenn sie Milchprodukte essen. Diese Unverträglichkeit kann angeboren sein oder Folge einer Erkrankung.

Nudeln und Kartoffeln halten lange vor

Mehrfachzucker setzen sich aus langen Ketten mit mindestens zehn Einfachzuckern, meist Glukose, zusammen. Die Mehrfachzucker werden vom Körper nur langsam aufgespalten, die Bausteine aus Einfachzucker gelangen deshalb verzögert ins Blut.

Eine der wichtigsten Quellen für Mehrfachzucker ist pflanzliche Stärke. Ihre netzartig verwobene Struktur macht sie schwer in Wasser löslich. Bei der Verdauung aber quillt sie und sorgt für Sättigung. Kartoffeln und Getreide enthalten reichlich Stärke. Deshalb halten Nudeln oder Kartoffeln lange vor.

Glykogen ist so genannte tierische Stärke. Der Körper wandelt Zucker aus der Nahrung in diese langen Mehrfachzuckerketten um und speichert sie in Leber und Muskeln. Bei Energiebedarf werden sie wieder zu Glukose gespalten.

Kirsten Milhahn
 
 
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