. .
News am 11.02.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. August 2007, 13:36 Uhr

Cannabis aus der Apotheke

Cannabis, ganz legal: Als erste Deutsche darf eine an Multipler Sklerose erkrankte Frau Hanfextrakte in der Apotheke kaufen. Eine pauschale Erlaubnis für den Einsatz der Droge in der Medizin ist das aber nicht, betont die Bundesopiumstelle.

Hanfpflanze: "Jeder Antrag wird sorgfältig, aber wohlwollend geprüft"© colourbox.com

Erstmals kann eine Patientin in Deutschland Cannabis in der Apotheke kaufen. Die Bundesopiumstelle in Bonn bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Sein Amt habe dem Antrag einer 51-jährigen Frau aus Baden- Württemberg, die unter Multipler Sklerose leidet, unter strengen Auflagen zugestimmt, sagte der Leiter der Bundesopiumstelle, Johannes Lütz. Die Patientin darf von Ende August an zunächst ein Jahr lang Extrakte aus Hanf legal beziehen. Ein Arzt muss die Therapie begleiten.

Der Zeitung zufolge zeigen immer mehr Studien, dass Cannabis die Muskelkrämpfe und Schmerzen lindern kann, die bei der Nervenkrankheit Multiple Sklerose auftreten. Cannabis fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

Genehmigung nur im Einzelfall

Eine Genehmigung sei abhängig vom jeweiligen Einzelfall, sagte Lütz. Es müsse nachgewiesen und ärztlich attestiert werden, dass es zur Einnahme des Cannabisprodukts keine Alternative gebe. "Jeder Antrag wird sorgfältig, aber wohlwollend geprüft", sagte Lütz. Wichtig sei für die Genehmigung eines Antrags auch, dass angemessene Sicherungsmaßnahmen getroffen würden. So solle vermieden werden, dass die Droge entwendet werde.

Bis Mai 2005 waren alle Anträge von Erkrankten, Cannabis als Medizin einsetzen zu dürfen, von der Bundesopiumstelle pauschal abgelehnt worden. Ausnahmen wurden nur für wissenschaftliche oder im öffentlichen Interesse liegende Zwecke gemacht. Dann urteilte das Bundesverwaltungsgericht, dass auch die Gesundheit von einzelnen Patienten im öffentlichen Interesse liege. Anträge dürften nicht pauschal abgelehnt, sondern müssten in jedem Einzelfall geprüft werden.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Drogen Kiffen verdoppelt das Psychose-Risiko

Wer häufig Haschisch raucht, verdoppelt sein Risiko, an einer Psychose zu erkranken. Das berichten britische Ärzte, die 35 Studien zum Thema ausgewertet haben. Kiffern drohen auch Halluzinationen, Wahn und Orientierungsstörungen. mehr...

Cannabis-Freigabe Die Mär von der Einstiegsdroge

Mit dem drohenden Ende der Heroinfreigabe für Schwerstabhängige kommt auch Schwung in die Debatte über das Verbot von Cannabis. Die Juristin Nicole Krumdiek hat sich Gesetzeslage angesehen und kommt zu dem Ergebnis: Ein Verbot ist rechtlich nicht länger haltbar. mehr...

Cannabis sativa Hanf als Heilpflanze

Cannabis hilft bei Schmerzen und Gewichtsverlust sowie bei Übelkeit durch eine Chemotherapie. Aber die Droge hat erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. mehr...

Kontaktallergie Wirkstoffe aus der Cannabispflanze könnten helfen

Was beim Kiffen den Rausch erzeugt, vermindert im Tierexperiment allergische Hautreaktionen: THC, den Wirkstoff aus der Cannabispflanze, haben Forscher der Uni Bonn erfolgreich bei Mäusen mit allergischer Kontaktdermatitis getestet. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind