. .
Gesundheit - News und Ratgeber
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
7. Juli 2011, 08:02 Uhr

Ägypten weist Ehec-Verantwortung zurück

Bockshornklee-Samen aus Ägypten sollen die Ehec-Epidemie ausgelöst haben, die EU hat einen Importstopp verhängt. Doch die Regierung in Kairo weist jede Verantwortung zurück. Die monierte Charge sei so alt, dass die Erreger nicht überleben konnten.

Ehec, Sprossen, Bockshornklee, Bockshornklee-Samen, Kairo, Ägypten, Import-Stopp, Epidemie

Gelten als Auslöser der Ehec-Epidemie: Bockshornklee-Samen aus Ägypten© Holger Hollemann/DPA

Nach einem Importstopp für ägyptische Bockshornklee-Samen hat die Regierung in Kairo eine Verantwortung für die Ehec-Epidemie zurückgewiesen. Wie das ägyptische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden die verdächtigen Samen bereits im November 2009 exportiert. Wissenschaftlich gesehen könne das Bakterium in einem trockenen Produkt gar nicht so lange überleben. Eine Verunreinigung sei vielmehr beim Umpacken oder durch Wasser bei der Sprossenherstellung möglich, erklärte das Ministerium. Alle Tests in Ägypten seien negativ ausgefallen.

Die europäischen Behörden hatten eine bestimmte Lieferung von 15 Tonnen Bockshornklee-Samen aus Ägypten als Ursache für die Epidemie ausgemacht. Die EU-Kommission verhängte am Dienstag ein sofortiges Verkaufsverbot, zudem wurde die Einfuhr für ägyptische Samen und Bohnen zur Sprossenzucht bis Ende Oktober verboten.

Über Zwischenhändler nach Bienenbüttel

Die Bockshornklee-Samen gingen demnach über Zwischenhändler an einen Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel, der als Ausgangspunkt für die Ehec-Erkrankungen in Deutschland gilt. Die im Jahr 2009 produzierte Charge wurde auch nach Frankreich geliefert, wo ebenfalls Menschen erkrankten.

An Ehec waren in Deutschland in den vergangenen Wochen tausende Menschen erkrankt. Mindestens 48 Patienten starben nach einer Infektion. Es handelt sich den Behörden zufolge um den bisher größten Ehec-Ausbruch in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen ist mittlerweile rückläufig.

dho/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Ehec-Auslöser Bockshornklee aus Ägypten unter Verdacht

Vor zwei Monaten begann die Ehec-Epidemie in Deutschland. Der Ursprung ist noch immer ungeklärt. Eine Spur führt nun nach Ägypten. Bockshornkleesamen sollen der Übeltäter sein. mehr...

Ehec-Krise Ermittlungen gegen Biohof in Bienenbüttel eingestellt

Für den während der Ehec-Krise in die Kritik geratenen Biohof in Bienenbüttel gibt es eine erste gute Nachricht: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen eingestellt. Trotzdem bleibt die Anlage weiterhin gesperrt. mehr...

EHEC in Frankreich Franzosen erkranken nach Sprossen-Konsum

Sprossen könnten nun auch in Frankreich mehrere EHEC-Fälle ausgelöst haben. In der Region Bordeaux wurden zehn Menschen wegen auffälliger blutiger Durchfälle behandelt. Bei ersten Untersuchungen seien bei zwei Patienten EHEC-Keime des aggressiven Stamms gefunden, teilten die Behörden mit. mehr...