Ist Ihr Kind erkältet, können Sie nur die Beschwerden lindern. Die Ursache - die Viren - können Sie nicht bekämpfen. Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind viel trinkt. Bei Fieber verbraucht der Körper viel Flüssigkeit. Geeignet sind Kräutertees und stille Mineralwässer. Packen Sie Ihr Kind nicht allzu warm ein, besonders dann, wenn es hohes Fieber hat. Bieten Sie Ihrem Kind Essen an, das es mag und das viele Vitamine enthält.
Lüften Sie das Kinderzimmer regelmäßig oder gehen Sie mit Ihrem Kind an die frische Luft. Verzichten Sie auf das Rauchen, denn das reizt die Schleimhäute. Versorgen Sie Ihr verschnupftes Kind regelmäßig mit frischen Taschentüchern und legen Sie gebrauchte Taschentücher nicht auf den Tisch, sondern entsorgen Sie sie.
Gegen Erkältungssymptome gibt es viele pflanzliche Mittel. Das Erfahrungswissen darüber wird von Generation und Generation weitergegeben.
In der Apotheke gibt es jede Menge Arzneien gegen Erkältungen. Doch seien Sie vorsichtig: Manche Substanzen sind für Kinder nicht geeignet, zum Beispiel Acetyl-Salicyl-Säure (ASS). Andere lösen bei längerem Gebrauch zusätzliche Probleme aus, beispielsweise Nasentropfen, welche die Schleimhäute abschwellen lassen. Bevor Sie Ihrem Kind Medikamente geben, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt darüber sprechen.
Nur wenn Ihr Kind eine schwere Mittelohrentzündung hat oder wenn es sehr klein ist, können Antibiotika sinnvoll sein. Trinkt Ihr Kind hingegen ausreichend und sind die Ohrenschmerzen nur mäßig ausgeprägt, können Sie zwei bis drei Tage abwarten. Sie können ihm solange leichte Schmerzmittel wie Ibuprofen geben. Wärme, zum Beispiel durch Rotlicht oder eine Wärmflasche, oder pflanzliche Mittel wie ein Zwiebel- oder Kamillesäckchen helfen auch. Ob wirklich ein Antibiotikum notwendig ist, sollten Sie gemeinsam mit dem Arzt entscheiden. Ohrentropfen sollten Sie erst einträufeln, wenn der Arzt das Trommelfell untersucht hat.
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind an einer Bronchitis leidet, können Sie versuchen, den Husten mithilfe von pflanzlichen Hustentees, mit Thymian-Brustwickeln oder - bei Kindern ab zwei Jahren - mit der altbewährten Honigmilch zu lindern. Antibiotika sind sinnlos, weil die Beschwerden meist durch Viren bedingt sind. Antibiotika töten aber nur Bakterien ab.