Schläft Ihr Kind nachts nicht durch, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Es gibt viele Gründe, warum Ihr Nachwuchs aufwacht. Nur in den seltensten Fällen steckt eine Entwicklungsstörung dahinter.
Kinder werden häufig wach, weil sie einfach nicht mehr so viel Schlaf brauchen, wie es ihre Eltern erwarten. Diese Mädchen und Jungen schlafen meist tagsüber zu viel und kommen dann nachts nicht mehr zur Ruhe. Mütter und Väter können mit Hilfe eines Schlafprotokolls herausfinden, wie viel Schlaf ihr Kind wirklich benötigt.
Oft wachen sie auch zwischen den Schlafzyklen auf. Am Ende eines Zyklus fällt das Kind in einen oberflächlichen Traumschlaf. Aus dem kann es leicht erwachen, um sich zu orientieren: Ist alles in Ordnung? Das machen nicht nur Babys, sondern auch etwas ältere Kinder. Selbst Fünfjährige können noch nachts regelmäßig wach werden.
Manchen Mädchen und Jungen fehlt ein geregelter Tagesablauf. Kinder brauchen feste Regeln, Zeiten und Gewohnheiten. Das gilt auch fürs Schlafen. Wer jeden Tag zu einer anderen Zeit ins Bett geht, kann häufig keinen Schlafrhythmus entwickeln. Einschlafrituale wie zum Beispiel regelmäßiges Vorlesen oder Gute-Nacht-Lieder machen es Kindern leichter, zur Ruhe zu finden.
Wenn Sie Ihr Baby nach Bedarf stillen, also auch in der Nacht, hat es keinen Grund, tagsüber mehr zu trinken und kann deswegen nachts vor Hunger aufwachen. Ab sechs Monaten brauchen Säuglinge in der Regel nachts keine Milch mehr. Versuchen Sie, Ihr Kind daran zu gewöhnen, nur noch tagsüber die Brust zu bekommen.
Möglicherweise bekommt Ihr Kind die ersten Zähne und hat deswegen Schmerzen oder einen sehr leichten Schlaf. Vielleicht friert es auch oder es ist ihm zu warm. Die Körpertemperatur können Sie am besten am Nacken fühlen. Achten Sie darauf, es weder zu leicht noch zu warm anzuziehen.
Manchmal vermissen Kinder, die nachts weinend aufwachen, einfach nur die Nähe von Mutter oder Vater. Sie fühlen sich einsam und finden deswegen nicht wieder allein in den Schlaf. Kinder, die tagsüber viel mit ihren Eltern schmusen und ausgiebig herumgetragen werden, brauchen nachts meist weniger Kontakt. Möglicherweise ist es aber auch nur daran gewöhnt, an der Brust einzuschlafen.