Kinder leiden wie Erwachsene unter Spannungs-Kopfschmerzen. Die Gründe können vielfältig sein: Schulstress, falsche Ernährung, zu wenig Schlaf. Aber geben Sie Ihrem Kind nicht einfach Tabletten. Sie können gefährlich sein. Bewährt haben sich hingegen Entspannungs-Verfahren.

Ist Ihr Kind quengelig oder zieht es sich zurück? Vielleicht tut ihm der Kopf weh© Norbert Schäfer/Corbis
Greift sich Ihr Kind häufig an den Kopf? Rauft es sich immer wieder die Haare? Ist es dabei reizbar und quengelig? Möglicherweise leidet Ihr Kind unter Spannungs-Kopfschmerzen.
Auf Nachfrage beschreiben Kinder solche Kopfschmerzen als dumpf, ziehend oder drückend, wie ein Ring um den Kopf. Meist sind beide Kopfhälften betroffen - die Schmerzen werden als leicht bis mittelschwer beschrieben. Im Gegensatz zu Migräneschmerzen werden sie nicht stärker, wenn sich das Kind bewegt.
Spannungs-Kopfschmerzen verändern das Gehirn
Stehen die Kinder unter seelischer Anspannung, verspannen sich auch ihre Muskeln.
Werden die angespannten Muskeln nicht durch Spielen, Toben, Herumrennen wieder gelockert, verkrampfen und verhärten sie sich. Solche Verspannungen im Nacken und in den Schultern können in den Kopf ausstrahlen.
Bei anhaltenden Spannungs-Kopfschmerzen gerät das Gehirn allmählich in ein Ungleichgewicht: Diejenigen Bereiche, die im Hirn Schmerzen verarbeiten, verändern sich. Als Folge davon werden schon kleinere Schmerzimpulse als extrem peinvoll empfunden. Deshalb ist es wichtig, dass andauernde Spannungs-Kopfschmerzen behandelt werden. Ansonsten droht eine Karriere als Schmerz-Patient.
Welche Ursachen Spannungs-Kopfschmerzen auslösen können, ist nicht gut untersucht. Als wahrscheinliche so genannte Trigger-Faktoren gelten:
Wenn die Familie krankt macht
Studien belegen, dass Kinder mit einem schwierigen familiären Lebenshintergrund anfälliger für Spannungskopfschmerzen sind. Zu den belastenden Faktoren zählen:
Constanze Löffler