4. April 2012, 08:21 Uhr

Exit Through the Gift Shop

Ein echter Hirst - unbezahlbar für Ottonormal-Kunstliebhaber. Doch wer glaubt, zumindest im Souvenirladen der Hirst-Rückschau in London ein Schnäppchen zu machen, hat sich mächtig geschnitten.

Ein echter Damien Hirst ist zwar deutlich teurer - doch auch die Preise der Souvenirs, die es zur Ausstellung des britischen Künstlers in London zu kaufen gibt, haben es in sich. So können Besucher zum Beispiel in Anlehnung an Original-Werke Hirsts einen Schädel aus Plastik für 36 800 Pfund (ca. 44 000 Euro) erstehen, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Montag berichtete. Für 700 Pfund gibt es eine Tapetenrolle mit Schmetterlingsmotiv in limitierter Auflage.

Ein Skateboard mit einer "gestempelten Unterschrift" ist für 480 Pfund zu haben, einen Liegestuhl mit Schmetterlings-Motiv für 310 Pfund. Hirst verteidigt das Souvenir-Angebot. "Das Kunstwerk ist die eine Sache, die andere ist, es bekannt zu machen", sagte er. "Ich war immer zwischen den beiden Seiten hin- und hergerissen."

Hirst, der mittlerweile zu den reichsten Künstlern der Welt gehört, scheidet seit seinem Aufstieg in den 1990er Jahren die Geister. Während die einen in ihm einen der einflussreichsten lebenden Künstler sehen, hat er auch harte Kritiker. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, dass er seine Werke zum Teil nicht selber produziert und durch Assistenten anfertigen lässt.

Die Schau mit dem Namen "Damien Hirst" läuft bis zum 9. September und ist Teil der Kultur-Olympiade, die britische Einrichtungen vor und während der Olympischen Spiele in London in diesem Sommer organisiert haben.

jwi/DPA
 
 
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