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Sie plante bereits die Beerdigung ihrer Tochter

Nur 28 Stunden nach dem Tod ihrer Tochter erfolgte der Notruf: Debbie Reynolds ist einen Tag nach Carrie Fisher an einem Schlaganfall gestorben. Die tragischen Stunden vor ihrem Tod.

Debbie Reynolds

Debbie Reynolds erlitt im Haus ihres Sohnes in Beverly Hills einen Schlaganfall. Ein Krankenwagen verlässt das Anwesen.

Mit Musikfilmen wie "Singin' in the Rain" wurde sie bekannt: US-Schauspielerin ist nur einen Tag nach ihrer ebenso berühmten Schauspieler-Tochter Carrie Fisher gestorben. "Das einzig Gute daran ist, dass meine Mutter bei meiner Schwester sein wollte", sagte der Sohn beziehungsweise Bruder der beiden, Todd Fisher, dem TV-Sender ABC. Die 84-jährige Reynolds habe nach dem Tod der 60-jährigen Tochter unter Stress gestanden und am Mittwoch einen Schlaganfall erlitten. 

Dem Promi-Portal "TMZ" zufolge war Reynolds am Nachmittag mit Verdacht auf Herzversagen in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem aus dem Hause ihres Sohnes in Beverly Hills der Notruf gewählt worden war. Zwischen dem Fishers und dem Notruf für Reynolds lagen nur etwa 28 Stunden. Zuvor hätten Sohn und Mutter über die Beerdigung Fishers gesprochen, die als Prinzessin Leia in der "Star Wars"-Saga berühmt geworden war. Doch die Beisetzung ihrer Tochter erlebt sie nicht mehr.


"Sie ist jetzt bei Carrie"

Ein Krankenwagen brachte die 84-Jährige am Mittwoch gegen 13 Uhr Ortszeit vom Haus ihres Sohnes in Beverly Hills in ein Krankenhaus. Doch obwohl sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet wurden, konnten die Ärzte Debbie Reynolds nicht mehr retten. US-Medien zitierten ihren Sohn Todd mit den Worten: "Sie ist jetzt bei ."

Die Kinder Carrie und Todd gingen aus Reynolds' Kurzehe mit dem Sänger Eddie Fisher (1928-2010) hervor. Noch 2016 ließen sich Mutter und Tochter für die HBO-Dokumentation "Bright Lights: Starring Carrie Fisher und Debbie Reynolds" filmen und interviewen. Beide wohnten zuletzt nebeneinander und sahen sich fast täglich - sie verheimlichten aber auch ihr oft angespanntes Verhältnis nicht. Fishers Vater Eddie hatte die Familie bald nach der Geburt der gemeinsamen Tochter verlassen und Elizabeth Taylor geheiratet.

Debbie Reynolds erlebte Höhen und Tiefen

Hinter Reynolds liegt ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Als Tochter einer armen Zimmermannsfamilie im texanischen El Paso geboren, zog die ehrgeizige Teenagerin als Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbs in Kalifornien erstmals alle Blicke auf sich. Ihren Durchbruch verdankte sie dem gefeierten Tänzer und Schauspieler Gene Kelly, der sie 1952 zur Partnerin in dem Musical "Singin' in the Rain" und damit über Nacht zum Star machte. In Dutzenden Filmen wirkte Reynolds danach mit, darunter in "Tammy", "Scheidung auf Amerikanisch" und dem Musikfilm "Goldgräber-Molly", der ihr 1964 eine Oscar-Nominierung einbrachte.

Nach Carries Tod hatte Reynolds am Dienstag noch via Facebook "die Gaben und Talente meiner geliebten und unglaublichen Tochter" gewürdigt. An die Adresse ihrer Anhänger schrieb sie: "Ich bin dankbar für eure Gedanken und Gebete, die sie jetzt zu ihrer nächsten Station begleiten. In Liebe, Carries Mutter." Nur 28 Stunden später verstarb auch sie.

Hollywood reagiert bestürzt

Der Tod der beiden binnen kürzester Zeit stürzte die Filmbranche und Fans in noch tiefere Trauer. "Debbie ist gegangen, um bei Carrie zu sein. Sie machte sich immer Sorgen um sie. Carrie ist zu früh gegangen, und jetzt sind sie wieder zusammen", schrieb Schauspielerin Debra Messing, die jahrelang in der Comedy-Sendung "Will and Grace" mit Reynolds gearbeitet hatte, auf Instagram. "Debbie Reynolds war erste Klasse. Sie war liebevoll, talentiert, schön, unvergänglich. Ich bedauere jeden, der nie die Chance hatte, sie zu treffen", schrieb Showmaster Larry King auf Twitter. Der als früherer Captain-Kirk-Darsteller bei "Star Trek" bekannte Schauspieler William Shatner bezeichnete Reynolds als "eine der Letzten des Hollywood-Adels".



mai/DPA

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