. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. Mai 2010, 16:58 Uhr

Kraterlandlandschaften statt künstlicher Hügel

Botox und Liften war gestern - Hollywood will keine glattgebügelten Schönheiten mehr. Schuld daran ist nicht nur die Erkenntnis, dass zu viel Glattspritzen die Mimik zerstört, sondern auch technische Innovation: Im Fernsehen der Zukunft sieht man Nähte einfach zu gut. Von Ulrike von Bülow

Schönheitsoperationen, Hollywood, Trend, Botox, Falten

Schauspielerin Sharon Osbourne bei einem Auftritt im April in Kalifornien© Jason Merritt/Getty

Im amerikanischen Frühstücksfernsehen erschien kürzlich eine Dame mit himbeerroten Haaren, sie trug einen schwarzen Anzug und sprach mit quietschender Stimme. Sharon Osbourne, 57, verheiratet mit Zauselrocker Ozzy, erzählte, dass sie demnächst Großes vorhabe: "Ich lasse mir meine Brustimplantate entfernen", so Mrs. Osbourne, und diese wolle sie sodann ihrem Gatten schenken - "als Briefbeschwerer". Sie guckte kurz an sich herunter, dann sagte sie noch: "Ich glaube, dass die Implantate auf seinem Schreibtisch viel besser aussehen als in meiner Brust." Sharon Osbourne kicherte, aber sie meinte das durchaus ernst.

Vielleicht ist Mrs. Osbourne die Vorreiterin eines neuen Trends, den Amerikas Unterhaltungsindustrie gern ausrufen würde: Weg von den Künstlichkeiten! Hollywood ist seine vielen schönheitsoperierten Darstellerinnen leid, die sich mit Silikon auspolstern und mit Botox zuspritzen lassen und inzwischen alle gleich aussehen - unnatürlich und mimikfrei. Es gebe zu wenig abwechslungsreiche Gesichter, klagten jetzt Filmschaffende in der "New York Times", Produzenten, Regisseure und Casting-Direktoren, die genug haben von dem perfekten Frauenbild, das Hollywood sich über die Jahre zurechtgeschnippelt hat.

Keine Drag-Queens mehr

Bei Fox etwa, einem der großen US-Fernsehsender, heißt es, man buche immer mehr Schauspielerinnen und Schauspieler aus Australien oder England, die nichts von den typischen Figuren in Los Angeles haben, "die alle an eine Drag Queen erinnern", sagt Marcia Shulman, die bei Fox das Serien-Casting verantwortet, in der "New York Times". Ihre Kollegin Mindy Martin, die beim Film arbeitet und für die Besetzung des Kinofilms "Up In The Air" zuständig war, sagt, sie appelliere an Schauspielagenten, dass diese ihre Klienten vom Schönheitschirurgen fernhalten.

Besonders ältere Schauspielerinnen würden keine Aufträge mehr bekommen, wenn ihre Haut zu straff sei. "Was ich sehen will, sind echte Gesichter", so Mindy Martin. Und Sande Alessi, Casting-Frau der "Fluch-der-Karibik"-Filme, erzählt, dass sie die Damen, die sich um eine karibische Rolle beworben hätten, immer auch im Bikini fotografiert habe - um ausschließen zu können, dass unechte Brüste in den Filmen auftauchen würden. Schließlich gab es zur Zeiten der Piraten noch keine Silikon-Implantate.

Seite 1: Kraterlandlandschaften statt künstlicher Hügel
Seite 2: Hochauflösendes Fernsehen zeigt OP-Nähte
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
iosono (03.05.2010, 07:28 Uhr)
Wenn
Lady Gaga zu den einflussreichsten Menschen der Welt gehören soll,dann sagt das was über die Menschen in der westlichen Welt aus.
Kritiker (03.05.2010, 07:04 Uhr)
bis zum nächsten Trend
Eines vorweg, ich möchte diesen ganzen Wahn nicht verteidigen, aber wer will denn solche Gesichter denn ansehen, wenn sie unoperiert oder ohne Schminke vielleicht noch rumlaufen, ala Klum, und die Fernsehwelt verpesten, das Weib kann man sich ohne nun wirklich nicht anschauen, ich weiss im Moment echt nicht, was die besserer Alternative wäre, oder vielleicht auch ein gutes Maß an dem was man sich antut. Es it ja immer so, alles was zu viel ist, kann nicht gut sein. Das Wort "maßvoll", sollte wieder Einkehr in die Medienlandschaft haben.
Hamskibamski (03.05.2010, 06:57 Uhr)
Bei vielen Promis von A-Z hat man den Eindruck,
dass Sie sich das Nervengift Botox direkt ins Hirn gespritzt haben.
LaoLu (03.05.2010, 01:56 Uhr)
Klasse! Kriegen wir dann, bitte,
auch endlich ein ungebotoxtes Gesicht an der Spitze der Bundesregierung?
Michael200669 (02.05.2010, 23:07 Uhr)
Mich hat es schon immer gestört, wenn man einer 50 jährigen Frau, nach einer Schönheits-OP, als 20 jährige verkaufen wollte. Siehe Madonna, Demi Moore, Sharon Stone u.a. Selbst mit Schmike hat man denen das Alter trotzdem angesehen. Nur halt unnatürlicher, wie eine schlecht gemachte Puppe. Die natürliche Jugend kann kein Chirurg jemals zurück holen.

Ich finde es gut, wenn Menschen zu ihrem Alter stehen.
Erwin_Schlonz (02.05.2010, 21:11 Uhr)
Botox und Mimik
Wer sehen möchte, welche Auswirkung ins Gesicht gespritztes Botox hat, möge sich den Film Birth mit Nicole Kidman in der Hauptrolle anschauen. - In einer nach Handlung und Drehbuch sehr emotionalen Szene sieht man der Schauspielerin an, dass sie versucht verzweifelt dreinzuschauen, die Gesichtszüge es aber nicht mitmachen. Gruselig!
Mastergirl (02.05.2010, 20:59 Uhr)
back to the roots
und zurück zur Natürlichkeit...guter Trend!
sininen (02.05.2010, 20:16 Uhr)
Endlich!
Das ist dann wohl das Karriere-Aus für Nicolle Kidman, Meg Ryan und co. Endlich werden wir wieder normale Gesichter zu sehen bekommen!
MEHR ZUM ARTIKEL
Bundessozialgericht Schönheits-OP kann ein "tätlicher Angriff" sein

Klärt ein Arzt nur ungenügend über eine bevorstehende Schönheits-OP auf, kann der Eingriff als "tätlicher Angriff" gelten. Das hat das Bundessozialgericht im Streitfall um die Folgeschäden einer Fettabsaugung entschieden. mehr...

Verbot gefordert Keine Schönheits-OP für Jugendliche

In den USA ist die Nasenkorrektur oder Brust-OP zum Schulabschluss kein seltenes Geschenk. In Deutschland warnen Kinder- und Jugendärzte vor diesem Trend. Gesundheitspolitiker fordern jetzt sogar ein Verbot von Schönheitsoperationen an Minderjährigen. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft