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21. Dezember 2011, 07:19 Uhr

Zu Weihnachten gibt's deutsche Schmuggelware

Wenn da zum Fest mal nicht der Zoll vor der Tür steht: Ungewohnt offen hat Sandra Bullock in einer Late-Night-Show über Privates geplaudert. Dabei ging es auch um deutsche Wurst, die zum Fest nicht fehlen dürfe. Fleisch aus Europa darf allerdings nicht in die USA eingeführt werden. Von Frank Siering, Los Angeles

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In einer US-Show outet Sandra Bullock sich als Bratwurst-Fan© Mario Anzuoni/Reuters

Jeder deutsche Tourist, der schon einmal in die USA eingereist ist, kennt das Prozedere: Ein unfreundlicher "Immigration-Officer" schaut missmutig auf die mitgebrachte Plastiktasche und fragt, ob sich "Wurst oder Käse aus Deutschland im Gepäck" befinden.

Das Einführen von Fleischwaren nach Amerika ist laut US-Gesetz verboten. Das weiß auch Sandra Bullock. Aber die Oscar-Gewinnerin mit deutschen Wurzeln scheint sich nicht groß darum zu kümmern.

Sie schmuggelt und lässt schmuggeln. Krakauer, Wiener Würstchen, "alles, was gebraten werden kann". Das jedenfalls verriet sie jetzt mit einem breiten Lächeln in der "Tonight Show" bei Jay Leno.

"Für mich gehört zu einem richtigen Weihnachtsfest eben eine gute deutsche Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln dazu", fuhr die gut gelaute 47-Jährige fort.

Geheime SOS-Signale nach Deutschland

Seit dem Tod ihrer Mutter, so Bullock weiter, sei sie praktisch "dazu gezwungen, deutsche Fleischwaren ins Land zu schmuggeln". Und weil sie selbst nur noch selten in die Nürnberger Gegend komme, schicke sie halt ein paar Wochen vor Weihnachten "geheime SOS-Signale an Freunde und Verwandte in Deutschland".

Die bekommen dann, so erzählte die Wurst-Schmugglerin weiter, den Auftrag, die Fleischwaren zwischen Schokoladen und Marzipankugeln in einem Care-Paket zu platzieren und Richtung USA zu schicken.

Es müsse sich aber um eine ganz spezielle Wurstart handeln, so Bullock weiter. "Es werden viele Nachahmer-Würste verkauft, die längst nicht so gut schmecken wie die, die ich mag.".

Zum Fest in diesem Jahr sei sie bereits "gut versorgt". Ihre "deutschen Dealer" hätten rechtzeitig geliefert, witzelte Bullock. Und sie freue sich auch, erstmals ihren Sohn Louis Bardo deutsche Bratwürste unterm Christbaum servieren zu können. "Ich bin gespannt, ob er die genauso mag wie ich", so Bullock.

Selten so locker und offen

Hielt sich die Schauspielerin bisher immer arg bedeckt, wenn es um ihren adoptierten Sohn ging, so plauderte sie diesmal frei drauf los. "Louis ist ein echter Flirt", sagte Bullock, die ihren Jungen einen "Cajun Cookie" (Louis stammt aus dem Süden der USA, dort wird bevorzugt 'cajun', also relativ scharf gegessen) nennt, der sich in seinen jungen Jahren als echter "Ladies Man" entpuppe. Es sei vor allem sein Blick, der die Damenwelt "dahinschmelzen lässt", glaubt Mama Sandra.

Den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes, so Bullock weiter, verstehe Louis zwar noch nicht so ganz, aber er genieße "die funkelnden Lichter am Baum" und habe auch schon ein Auge auf die Geschenke geworfen, die sich seit einigen Tagen unter dem Tannenbaum auftürmen.

Bleibt die Frage, ob Sandra Bullock zum Heiligen Fest jetzt doch noch einen Besuch der Zollbehörde erwarten darf. Denn so gut die deutsche Wurst auch in Kalifornien schmecken mag, sie ist und bleibt - auch für Sandy Bullock - eine illegale Einfuhrware.

Frank Siering
 
 
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