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10. August 2011, 07:50 Uhr

Krawalle werden über Blackberry-Handys organisiert

Die Krawallmacher in England organisieren sich mit moderner Technologie. Sie sollen dafür vor allem den geschlossenen Chat-Dienst Blackberry Messenger nutzen, den die Polizei nicht knacken kann. Nun fordert ein Unterhausabgeordneter das Abschlaten der Messenger-Funktion.

Als Konsequenz aus den Krawallen in London und anderen englischen Städten hat ein Unterhausabgeordneter das Abschalten der Messenger-Funktion an BlackBerry-Mobiltelefonen gefordert.

Damit solle verhindert werden, dass Randalierer auf diesem Weg zu weiteren Krawallen aufriefen, erklärte der Abgeordnete David Lammy am Dienstag über Twitter und den BBC-Hörfunk. Weil die Messenger-Funktion verschlüsselt sei und von der Polizei nicht geknackt werden könne, hätten die zumeist jugendlichen Gewalttäter die an sich zeitgemäß ausgerüsteten Sicherheitskräfte mehrmals austricksen können. Lammy hat seinen Wahlkreis im Londoner Stadtteil Tottenham, wo die seit Jahren schwersten Ausschreitung am Wochenende begannen.

Der BlackBerry-Hersteller Research in Motion sagte den britischen Behörden die Zusammenarbeit zu. Die Firma äußerte sich nicht zu der Frage, ob sie Aufzeichnungen der Kommunikation über den Messenger an die Polizei weitergegeben hat.

Reuters
 
 
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