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30. März 2010, 22:04 Uhr

Vier Tote bei Familiendrama in Eichenau

Schrecklicher Fund im bayerischen Eichenau: In einem Einfamilienhaus entdeckten Polizisten die Leichen eines Ehepaares und seiner beiden Zwillingstöchter. Der genaue Tathergang ist noch unklar, die Ermittler halten einen erweiterten Selbstmord für wahrscheinlich.

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Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens tragen einen Sarg aus dem Einfamilienhaus in Eichenau, in dem sich die Tragödie ereignet hat© Lukas Barth/DPA

Bei einer Familientragödie im Landkreis Fürstenfeldbruck sind ein Elternpaar und seine siebenjährigen Zwillingstöchter zu Tode gekommen. Die Leichen seien am Dienstag von der Polizei in ihrem Haus in Eichenau gefunden worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Möglicherweise handele es sich um einen erweiterten Selbstmord der 40 und 42 Jahre alten Eltern oder eines Elternteils, sagte der Sprecher. Gesichert sei dies aber noch nicht.

Der genaue Tathergang war am Dienstagabend noch unklar. Es seien äußere Verletzungen an drei der Leichen festgestellt worden, die von "stumpfer Gewalt" herrührten, sagte der Polizeisprecher. Ob diese aber Schuld am Tod der Personen seien, sei noch unklar. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion der vier Leichen am Mittwoch. Ein Abschiedsbrief sei bis zum Abend nicht gefunden worden, sagte der Polizeisprecher.

Die Polizei wurde auf den Hinweis des Arbeitgebers der Frau aktiv, der meldete, dass die 42-Jährige seit Montag nicht zur Arbeit erschienen und auch nicht erreichbar gewesen sei. Die Polizei habe daraufhin am Nachmittag kurz nach 15 Uhr das Haus geöffnet und die Toten in verschiedenen Räumen gefunden. Am Abend war die Kripo Fürstenfeldbruck vor Ort und sicherte Spuren.

APD
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
nomsw (31.03.2010, 18:59 Uhr)
@dido09
Wo steht dann dort das alle erschlagen wurden?
Dort steht lediglich
"Es seien äußere Verletzungen an drei der Leichen festgestellt worden, die von "stumpfer Gewalt" herrührten" "

Was ist mit der 4. Person?
lg
dido09 (31.03.2010, 11:18 Uhr)
Alle erschlagen?
Wie geht denn das? Wäre der Vater der Täter, dann kann der sich wohl kaum selbst erschlagen haben?
Swissmiss (31.03.2010, 10:59 Uhr)
@ Geziefer: Ganz recht
Ich finde es absolut daneben gegriffen, bei Fällen, wo ein Ehepartner die Kinder und in manchen Fällen sogar den Partner tötet, von "Familiendramen" zu sprechen. Solche Taten passieren doch kaum aus einer Laune heraus, sondern im Täter reift der Entschluss, seine Familie auszulöschen, meist über längere Zeit heran. Es steckt also eine gewisse kaltblütigkeit oder ein psychisches Problem dahinter. Da ist doch eher die Bezeichnung vorsätzliche Tötung oder Mord mit anschliessender Selbsttötung angebracht. Die Verantwortung für die Tat liegt allein beim Täter. Das Wort Familiendrama impliziert hingegen, dass die getöten Familienmitglieder mitschuld an der Tat haben - als ob das Verhalten eines Menschen (den man sogar geheiratet hat oder der noch ein Kind ist) dessen Tötung rechtfertigen würden. Auch wird mit dem Wort Familiendrama die Verantwortung aufs Umfeld abgeschoben im Sinne von: der Täter sah einfach keinen andern Ausweg. Dabei gibt es immer einen Weg, der Täter wollte ihn einfach partout nicht sehen (meinetwegen weil er ein psychisches Problem hatte).
Geziefer (31.03.2010, 09:47 Uhr)
Deutsche Familienidylle
Unter Türken nennt man so etwas beschönigend "Ehrenmord", wobei der größere Teil der Familie "überlebt". Unter "Biodeutschen" sagt man genauso beschönigend "Familiendrama", was in Wirklichkeit nichts weiter als mehrfacher brutaler Mord mit feiger Flucht in die Selbstttötung ist. Aber bloß nicht an der deutschen Familienidylle rühren...
giangastone (31.03.2010, 09:32 Uhr)
allesistklar (31.03.2010, 06:59 Uhr)
"PS: Selbstmorde gibt es weltweit.. Nur das mit Kinder .. das ist unnoetig!" Da wir gerade bei Stilkritik sind, wann bitteschön ist denn -umgekehrt- ein Selbstmord "nötig"?
Ryan2k (31.03.2010, 08:31 Uhr)
echt....
....traurig sowas... Wer, wie Schuld ist wird sich hoffentlich noch klären lassen. Nur das die Kinder das wollten halte ich für ausgeschlossen. Wie kann man sowas einem Menschen(Kind) antuen ;(
allesistklar (31.03.2010, 06:59 Uhr)
Da hat aber
ein kommentator daneben gegriffen. Genauso kann ich den Regenwald fuer die Toten verantwortlich machen. Warten wir ab - was rauskommt!

PS: Selbstmorde gibt es weltweit.. Nur das mit Kinder .. das ist unnoetig!
paulali (31.03.2010, 06:49 Uhr)
was für eine schreckliche Geschichte, die Kinder haben sich das sicher nicht ausgesucht.

@Veritas44 finden sie nicht, dass Sie da einiges in einen Topf schmeissen ?
Cherrycake (31.03.2010, 02:22 Uhr)
Bitte sachlich bleiben!
Wir wissen nicht, welche Tragödie sich in dieser Familie abgespielt hat. Die Politik oder die deutsche Wohlstandsgesellschaft pauschal dafür verantwortlich zu machen, ist Unfug.
inspiration (31.03.2010, 01:39 Uhr)
jammern auf hoechstem niveau
deutschland, eines der reichsten laender. eichenau bei muenchen ein ort gebildeter menschen mit den hoechsten schulabschluessen weit und breit. neue und renovierte haeuser soweit das auge reicht. ebenso neue autos, natuerlich der deutschen premiumanbieter. diesen leuten fehlt es an nichts und trotzdem oft an der basis.
die auslandspolitik hat wohl keinen grossen einfluss auf solche tragoedien.
mehr schon, dass menschen mit dem vielen das sie haben, oft nicht mehr zufrieden sind. sie vergessen das eigentliche leben an sich. die zufriedenheit, die naechstenliebe, die hoeflichkeit und viele weitere grundlegende eigenschaften, welche die letzten jahrzehnte so grosszuegig auf der strecke blieben. auf der suche nach mehr, und schneller und weiter und hoeher.
diese vier haben sich aus der neuzeitlichen gesellschaft verabschiedet, gewollt oder gezwungen?
wie immer werden jetzt gruende gesucht und jeder hat seine story. in einiger zeit sind diese leute vom gros vergessen und alles war wie vorher.
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