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17. Oktober 2007, 07:30 Uhr

McCanns akzeptieren möglichen Tod

Ist sie in Portugal? Oder in Nordafrika? Monatelang haben sich die Eltern der verschwundenen Madeleine McCann an jedes Gerücht geklammert, das Hoffnung versprach. Jetzt haben sie öffentlich eingestanden, dass sie sich auch mit dem möglichen Tod ihrer Tochter auseinandersetzen.

Madeleines Eltern: Kate (l.) und Gerry (r.) McCann© DPA

Seit fünfeinhalb Monaten wird Madeleine McCann vermisst. Jetzt haben die Eltern des kleinen Mädchens aus Großbritannien erstmals öffentlich den möglichen Tod ihrer Tochter eingeräumt. "Kate und Gerry (McCann) sehen das realistisch genug, um zu wissen, dass sie möglicherweise tot ist", sagte der Sprecher der Familie, Clarence Mitschell, nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Dienstagabend.

Die Eltern hätten aber nicht die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Tochter noch am Leben ist und irgendwo versorgt wird, sagte er. Madeleine war Anfang Mai wenige Tage vor ihrem vierten Geburtstag während eines Urlaubs in Portugal aus dem Appartement ihrer Eltern verschwunden. Die portugiesischen Ermittler stuften auch die Eltern als Verdächtige in dem Fall ein.

"Wenn sie schon tot ist, müssen wir das wissen"

Nach Angaben der Großmutter wurde der mögliche Tod des Kindes bereits im Kreise der Familie besprochen. Es werde zunehmend schwerer, ihre Tochter Kate davon zu überzeugen, dass sie die Vierjährige noch wiederfinden werden, sagte Susan Healey nach einem Bericht der BBC vom Dienstagabend. "Kate und ich haben gestern Abend darüber gesprochen, was schrecklicher wäre, und Kate sagte zu mir, wenn Madeleine schon tot ist, müssen wir das wissen." Beide seien sich aber einig, dass man die momentane Situation - wie schmerzvoll sie auch sein mag - nicht gegen die Gewissheit vom Tode Madeleines eintauschen wolle.

DPA
 
 
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