. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. Oktober 2009, 16:05 Uhr

Broder pöbelt über Zentralrat - und kandidiert

Der Zentralrat der Juden in Deutschland befindet sich in einem "erbärmlichen Zustand", wettert Henryk M. Broder in bewährter Manier. Auch deshalb will Broder Präsident des Zentralrates werden. Er hat jetzt seine Kandidatur angekündigt.

Henryk M. Broder, Zentralrat der Juden

Henryk M. Broder strebt nach Höherem: Zentalratspräsident der Juden will der Berliner werden© Arno Burgi/DPA

Der Berliner Publizist Henryk M. Broder kandidiert für das Amt des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das kündigt er in einem Beitrag für die Berliner Zeitung "Tagesspiegel" an. Broder strebt bei den Wahlen im kommenden Jahr die Nachfolge von Charlotte Knobloch auch deswegen an, weil sich die offizielle Vertretung der Juden in Deutschland seiner Meinung nach in "einem erbärmlichen Zustand" befindet.

Der streitbare Publizist stammt aus einer polnisch-jüdischen Familie. Er schreibt in erster Linie für den "Spiegel", "Spiegel Online" und den "Tagesspiegel". Der 63-Jährige ist aber auch Buchautor und zudem regelmäßig Gast in Talkshows. Broder liebt die Provokation. So exisiteren Bilder von ihm mit Palästinenserschal und Victory-Pose oder als "Dirty Henryk" mit riesigem Colt in der Hand.

Auch in seinem neuen Beitrag für den "Tagesspiegel" nimmt Broder kein Blatt vor den Mund. So trete der Zentralrat als "Reue-Entgegennahme-Instanz" auf und stelle "Unbedenklichkeitserklärungen" aus, wobei es "weder nach oben noch nach unten eine Schamgrenze" gebe. Besonders eine Ankündigung wird viele Juden auf die Barrikaden bringen: Als Präsident will sich Broder dafür einsetzen, dass die Holocaustleugnung als Straftatbestand aufgehoben werde. Auch will er sich um gute Beziehungen zu den Moslems in Deutschland bemühen, die für eine strikte Trennung von Staat und Religion eintreten.

ben
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Papst-Kritik Zentralrat der Juden lobt Merkel

Geteiltes Echo auf die Papst-Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Der Zentralrat der Juden sprach ihr seine "Hochachtung und Anerkennung" für die deutlichen Worte aus, mit der Merkel vom Papst eine Klarstellung zu Holocaust-Leugner Bischof Williamson gefordert hatte. Der Vatikan hingegen zeigte sich extrem kühl. mehr...

Vatikan-Erklärung Juden begrüßen "ersten Schritt"

Ein erster Schritt in die richtige Richtung, mehr aber auch nicht: Die jüdischen Organisationen haben deutlich gemacht, dass sie vom Vatikan mehr verlangen, als die bloße Aufforderung an den Holocaust-Leugner Richard Williamson, seine Äußerungen zu widerrufen. Der Zentralrat der Juden forderte von Rom eine klare Kurskorrektur. mehr...

Eklat im Bundestag Zentralrat der Juden boykottiert Gedenkfeier

Eklat im Bundestag: Die Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland hat nicht an der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen. Zur Begründung hieß es, dass sich Überlebende des Holocaust nur wie "Zaungäste" behandelt fühlten. Außerdem will der Verband damit ein Zeichen gegen steigenden Judenhass setzen. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch