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14. November 2008, 14:14 Uhr

Virtuelle Affäre kostet Briten seine Ehe

Dumm gelaufen: Weil er mit seiner Internetfigur in der Internetwelt "Second Life" einen Seitensprung wagte, steht ein Brite jetzt in seinem wahren Leben vor den Scherben seiner Ehe. Doch er hat schnell wieder Trost gefunden - und zwar ebenfalls in "Second Life".

Second life, Seitensprung, Ehe, Scheidung

In der virtuellen Welt "Second Life" lernte sich ein britisches Ehepaar kennen und lieben - jetzt lassen sie sich im wahren Leben scheiden© DPA

Eine Affäre in der virtuellen Welt von "Second Life" hat einen Briten im echten Leben seine Ehe gekostet. Amy Taylor reichte die Scheidung ein, nachdem sie ihren Gatten im Netz auf frischer Tat ertappt hatte, wie die Zeitung "The Times" am Freitag berichtete. Taylor hatte ihren Mann David Pollard im Mai 2003 in der Internet-Parallelwelt von "Second Life" kennengelernt, sechs Monate später zog sie bei ihm ein. Das Paar heiratete im Juli 2005, während ihre "Second Life"-Avatare Dave Barmy und Laura Skye - jüngere und schlankere Versionen der beiden - eine Online-Hochzeitszeremonie für ihre virtuellen Freunde abhielten.

Jetzt jedoch ertappte Taylor ihren 40-jährigen Mann in "Second Life" in verfänglicher Situation mit einer Online-Prostituierten. Das sei der "äußerste Verrat", klagte die 28-Jährige. Sie sei total verletzt, und das Internet-Stelldichein sei aus ihrer Sicht "ganz klar Betrug", auch wenn ihr Mann ihre Aufregung überhaupt nicht verstehe, sagte sie der "Times".

Laut Taylor ist ihr Noch-Ehemann inzwischen mit der Frau zusammen, mit der er seine Online-Affäre hatte - obwohl er sie noch nie gesehen hat. Taylor selbst hat ebenfalls eine neue Beziehung mit einem Mann, den sie durch das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" kennengelernt hatte.

"Second Life" ging 2003 an den Start und hat mehr als 15 Millionen Nutzer. In der kostenpflichtigen dreidimensionalen Internetwelt können sich die Nutzer eine völlig neue Identität geben und mit anderen Spielen sowie ihrer virtuellen Umfeld interagieren.

AFP
 
 
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