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16. April 2011, 16:08 Uhr

Krise im AKW Fukushima dauert noch Monate

Keine schnelle Besserung in Sicht: In Tokio hat die Betreiberfirma Tepco jetzt einen Zeitplan für die Arbeiten im Unglücksreaktor Fukushima vorgelegt. Demnach ist erst in Monaten mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen.

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Das AKW Fukushima ist weiterhin nicht unter Kontrolle© AFP

Der Atombetreiber Tepco will die Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima in etwa sechs bis neun Monaten stabilisiert haben. Das sehe die "momentane" Planung vor, sagte Tepco-Manager Tsunehisa Katsumata am Sonntag in Tokio. Rund drei Monate wird es demnach allein dauern, die Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken zu stabilisieren. Danach werde es wohl noch weitere drei bis sechs Monate dauern, "bis wir die radioaktiven Lecks auf ein sehr geringes Maß zurückfahren können", indem die Temperatur in den Reaktoren und in den Abklingbecken für gebrauchte Brennstäbe gesenkt werde.

Vorerst konzentrieren sich die Einsatzkräfte laut Tepco darauf, eine Wasserstoffexplosion in den Reaktoren 1, 2 und 3 zu verhindern, indem Stickstoff hinein gepumpt werde. Ein weiterer Schwerpunkt des Einsatzes in der nächsten Zeit sei es, ein weiteres Auslaufen radioaktiv verseuchten Wassers in die Umwelt zu unterbinden.

Tepco war von Regierungschef Naoto Kan angewiesen worden, einen Fahrplan für die Bewältigung der Katastrophe vorzulegen. Manager Katsumata entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit für den Unfall. Die Regierung strebe an, in sechs bis neun Monaten mitteilen zu können, ob ein Teil der örtlichen Bevölkerung wieder in ihre Wohnorte zurückkönne, sagte Wirtschafts- und Industrieminister Banri Kaeida.

Clinton sichert Hilfe zu

Unterdessen versicherte US-Außenministerin Hillary Clinton Japan die weitere Unterstützung der USA. Man werde alles tun, um Japan in der Atomkrise zu helfen, sagte Clinton in Tokio. Die USA hätten nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März eine "riesige Unterstützung" geleistet, sagte ihr Kollege Takeaki Matsumoto. Japan werde über seinen Kriseneinsatz offen informieren.

mai/DPA/AFP
 
 
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