. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
26. Juli 2010, 14:20 Uhr

45 Zivilisten sterben bei Raketenangriff

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag: In der Provinz Helmand, in der Isaf-Soldaten gegen die Taliban kämpfen, schlug eine Rakete in einem Dorf ein. Wie Kabul jetzt bestätigte, starben dabei bis zu 45 Zivilisten. Unklar ist, wer die Rakete abfeuerte.

Afghanistan, Helmand, Dorf, Rakete, Beschuss, Zivilisten, tot, Kabul, Karsai, zivile, Opfer

US-Marines bei einem Gefecht in der Provinz Helmand. In der Gegend kämpfen Isaf-Soldaten gegen die Taliban© Kevin Frayer/AP

Bei einem Raketenangriff im Süden Afghanistans sind nach offiziellen Angaben 40 bis 45 Zivilisten getötet worden. Ein Sprecher des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai bestätigte damit am Montag in Kabul einen Bericht des britischen Rundfunksenders BBC, der von fast 40 Toten berichtet hatte. Karsai hatte zuvor angekündigt, der Nationale Sicherheitsrat solle den Vorfall untersuchen, bei dem am Freitag ein Dorf in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand getroffen wurde. In der Gegend kämpfen Soldaten der internationalen Nato-Truppe Isaf gegen radikalislamische Taliban.

Die Untersuchung solle nun klären, ob die Isaf für den Abschuss der Rakete verantwortlich sei, sagte der Karsai-Sprecher. Demnach schlug das Geschoss in einem Haus ein, in dem bis zu 45 Menschen Zuflucht gesucht hatten. Zuvor hatte die afghanische Regierung mitgeteilt, durch die Rakete seien auch Frauen und Kinder getötet worden.

Ein Isaf-Sprecher gab an, die Nato-Truppen seien "mehrere Kilometer" von dem angegriffenen Dorf entfernt in Kämpfe mit Aufständischen verwickelt gewesen. Eine Untersuchung nach den Berichten über zahlreiche Opfer habe jedoch ergeben, dass es keine Hinweise auf getötete Zivilisten gebe.

In Afghanistan kommen bei Kämpfen von afghanischen und internationalen Truppen mit Aufständischen immer wieder Zivilisten ums Leben. In Deutschland hatte zuletzt der von der Bundeswehr angeordnete Luftangriff nach der Entführung zweier Tanklastzüge am 4. September 2009 für heftige Diskussionen gesorgt. Bei dem Angriff waren bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter auch Unbeteiligte. Auch die USA standen in der Vergangenheit wiederholt wegen Luftangriffen mit zivilen Opfern in der Kritik.

mad/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Wikileaks veröffentlicht Geheimpapiere Brisante US-Akten offenbaren Afghanistan-Desaster

Die Taliban werden immer stärker, Pakistans Geheimdienst treibt ein doppeltes Spiel, und die Lage der deutschen Truppen ist bedrohlich wie nie: Die Website WikiLeaks sorgt mit der Veröffentlichung von geheimen US-Akten zu Afghanistan für Wirbel - und Empörung in Washington. mehr...

Bundeswehr in Afghanistan Bürokratie verhindert sichere Ausrüstung

"Ein Drama" - so bezeichnet der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, die Ausstattung der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz. Dringend benötigte Minenräum- oder Sanitätsfahrzeuge könnten nicht angeschafft werden, weil sie deutschen Zulassungsnormen nicht entsprächen. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe