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Jochen Stay ist das Gesicht der Anti-AKW-Bewegung, er führt ein Leben im Protest. Jetzt hat die Bundesregierung beschlossen, wofür er seit Jahrzehnten kämpft: den Atomausstieg. Er könnte feiern.
Gorleben bekommt einen Baustopp und bundesweit wird nach einem Atommüllendlager gesucht. Das klingt zwar gut, aber ist es auch gut?
Gerade erst hat sich die Bundesregierung auf ein Energiekonzept geeinigt, da machen Atomkraft-Gegner Dampf: Am Wochenende rufen sie zu einer Großdemonstration in Berlin auf.
In knapp vier Wochen soll der Castor durchs Wendland rollen - wenn Atomgegner ihn nicht stoppen. Um sie zu aktivieren, gibt es heute bundesweit Protestaktionen. Und Unterstützung von der Polizei.
Kaum hat CSU-Chef Seehofer erklärt, es müssten jenseits von Gorleben auch neue Standorte für ein Atommüll-Endlager gesucht werden, kommt die Gegenwehr. Nur, wo soll der Müll dann hin?
Können wir uns einen Atomausstieg überhaupt leisten? Während die Grünen vor einer "hysterischen Debatte" warnen, sehen CDU und FDP milliardenteure Zusatzbelastungen durch einen raschen Ausstieg.
Das berühmte Anti-Atomkraft-Logo erlebt eine gewaltige Renaissance - sogar die "Bravo" verbreitet ein Poster mit der lachenden Sonne. Ernstes politisches Bekenntnis oder Lifestyle-Trend?
Zehntausende Menschen in ganz Deutschland haben nach Angaben von Atomkraftgegnern am Montag gegen eine weitere Nutzung der Kernkraft in der Bundesrepublik protestiert. Bundesweit hätten sich mehr als 140.000 Menschen in 726 Orten an Mahnwachen beteiligt, erklärte der Sprecher des Bündnisses Ausgestrahlt, Jochen Stay, am Abend. Die von der Organisation ins Leben gerufenen Kundgebungen unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!
Eine Kette von 100.000 Menschen gegen Atomkraft: Bei der Anti-Akw-Aktion in Norddeutschland hatten auch die SPD und die Grünen große Auftritte. Vielen Demonstranten gefiel das gar nicht.
Am Samstag soll eine Menschenkette wie zu Zeiten der Friedensbewegung für Furore sorgen. Aber seit den 80er Jahren hat sich viel geändert - da helfen auch SMS, Facebook & Co wenig.
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