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Die US-Regierung will vor dem geplanten Beginn des Truppenrückzugs aus Afghanistan ihre Streitkräfte am Hindukusch noch einmal um 1400 Soldaten aufstocken.
Die schwedischen Regierungsparteien wollen im Falle eines Siegs bei den Parlamentswahlen im September das Mandat für den Einsatz in Afghanistan verlängern und womöglich auch ausweiten.
Die Verteidigungsminister der 28 NATO-Staaten haben sich bei einem Treffen in Bratislava nicht auf die Entsendung von mehr Soldaten nach Afghanistan einigen können.
Der Druck, aus Afghanistan abzuziehen, wächst beständig - in den USA ebenso wie in Deutschland. Deshalb geht es auf der Londoner Konferenz auch darum: Wie zuverlässig ist Hamid Karzai?
Eine reine Truppenstellerkonferenz dürfe das Afghanistan-Treffen in London nicht werden, verkündete Außenminister Guido Westerwelle im stern. Jetzt hat er offenbar doch nichts gegen zusätzliche deutsche Soldaten am Hindukusch. So vermeidet er weiteren Regierungsstreit.
Das riecht nach Streit: Während der Außenminister zur Afghanistan-Konferenz nach London fährt, um dort über zivile Angebote zu sprechen, will sein Kollege aus dem Verteidigungsministerium offenbar mehr Soldaten an den Hindukusch schicken.
Guido Westerwelle gräbt sich ein: Beim Thema Afghanistan ist es offenbar ausgerechnet der deutsche Außenminister, der alle Vorschläge über eine Aufstockung der Bundeswehr-Truppen abblockt. Bereits zweimal legte er laut einem Zeitungsbericht sein Veto ein.
Der US-Botschafter in Kabul, Karl Eikenberry, hat laut Medienberichten vor der Entsendung zusätzlicher US-Soldaten nach Afghanistan gewarnt. Zunächst sollten Fortschritte der afghanischen Regierung im Kampf gegen Korruption und Missmanagement abgewartet werden.
In den USA wird derzeit viel spekuliert, wieviel zusätzliche Soldaten Präsident Barack Obama nach Afghanistan entsenden wird. Geht es nach einigen seiner Parteifreunde, wird der Friedensnobelpreisträger keinen einzigen weiteren Mann an den Hindukusch schicken.
Wie geht es weiter in Afghanistan? Mit Spannung wird die Entscheidung von Barack Obama über eine neue US-Strategie am Hindukusch erwartet. Jetzt hat der US-Präsident alle Entwürfe als ungenügend zurückgewiesen.
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