16. Dezember 2012, 13:47 Uhr

Air-Berlin-Flug wegen Spritmangel in Notlage

Die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin ist nur knapp einer Katastrophe entgangen. Wie jetzt bekannt wurde, musste eine Boeing im September die Luftnotlage erklären. Der Grund: Zu wenig Sprit.

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Gefährlich viel Treibstoff gespart? Eine Air-Berlin-Maschine musste kürzliche die Luftnotlage erklären©

Eine Boeing der zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin musste nach einem Bericht des "Spiegel" im September wegen Spritmangels bei einem Flug von München zu der griechischen Insel Kreta eine Luftnotlage erklären. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung habe den letztlich glimpflich ausgegangenen Zwischenfall als "schwere Störung ohne Verletzte" eingestuft, berichtet das Nachrichtenmagazin.

Demnach mussten die Piloten der aus München gekommenen Boeing den ursprünglichen Landeanflug auf den Flughafen Heraklion auf Kreta abbrechen und durchstarten, was ein gängiges Verfahren sei. Allerdings müsse der Treibstoff vor dem Betanken so berechnet sein, dass er auch nach solchen Manövern ausreiche. Nachdem die Piloten einen bedrohlich niedrigen Treibstoffstand gemeldet hätten, hätten sie umgehend sicher in Heraklion landen können.

Treibstoff sei ein hoher Kostenfaktor in der Luftfahrt, auch wegen seines Gewichts. Die wirtschaftlich angeschlagene Air Berlin wollte sich dem Bericht zufolge unter Verweis auf "laufende Ermittlungen" nicht äußern. Zuletzt hatte es auch gegen den Billigflieger Ryanair Vorwürfe gegeben, er reduziere auf seinen Flugen den Treibstoff, um Gewicht und damit Kosten zu sparen, gefährde damit aber gleichzeitig die Insassen der Maschinen.

dho/AFP
 
 
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