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Vor der Insel Robinson Crusoe ist eine Propellermaschine in den Pazifik abgestürzt. An Bord war der populärste Moderator Chiles mit einem Filmteam. Die Behörden gehen von insgesamt 21 Toten aus. Inzwischen ziehen Fischer Leichenteile aus dem Wasser.
Es gibt Dinge, die vertragen sich einfach nicht. Dazu gehören der Sand am Strand und Schuhe an den Füßen. Zumindest nicht auf der Malediveninsel Dhoni Mighili.
Johnny Depp und David Copperfield haben beide "eine". Die zwei Promis können auf ihrer eigenen Insel Schatzsuche spielen. Zu verdanken haben sie ihren Privatbesitz einem Hamburger Inselmakler.
Das gewaltige Erdbeben in Chile hat im Land verheerende Zerstörungen angerichtet. Nun rast ein Tsunami durch den Pazifik. Eine erste Flutwelle hat die Hawaii-Inseln erreicht.
Letztens wollte ich mir ein neues Handy kaufen. Ich dachte, das wäre eine Angelegenheit von nur wenigen Minuten. Denkste. Anscheinend habe ich in zwei, drei Jahren mehr verpasst als Robinson Crusoe auf seiner Insel.
Oder: Phantasie, das Wunderbarste, um sich magisch zu verlieren. Worum es heute geht: Kinder-Gedanken, Dunkelheit, eine Bettdecke, süssen Tee, einen Pfirsich, Elisen-Lebkuchen, das Kissen, Peter Pan, die Schwester, Naseweiss, Käptn' Hook, die Schatzinsel, eine Zeitmaschine, Camelot. Als er klein war, mochte der getrennte Papi den Herbst nicht gern; es wurde ihm zu früh dunkel; im Sommer war es ihm lieber, im Hellen ins Bett zu gehen und dann, wenn es nur ein ganz kleines bisschen düster wurde, einzuschlafen. Die Dunkelheit des Herbstes oder gar des Winters geriet dem kleinen getrennten Papi doch zu suspekt. Und manchmal hatte er ziemliche Angst unter seiner viel zu großen und viel zu schweren und viel zu warmen Bettdecke mit diesem leicht muffigen Geruch, der ihm gleichwohl eine gewisse Wohligkeit verbreitete. Sie wirkte wie ein Schutzschild über dem Bett, falls böse Feen, hässliche Riesen oder gefährliche Zwerge doch noch durch den Türschlitz schleichen sollten. Das war eine Crux: die Tür musste einen spaltbreit offen stehen bleiben, so dass ein Lichtstreifen ins Kinderzimmer fiel, das war das; nur, wenn die Tür einen spaltbreit zu offen stand, konnten die unheimlichen Märchen- und Sagen-Gestalten sich ihre Schleichwege bis vor die Bettdecke suchen, das war jenes. Und wenn der kleine getrennte Papi dann so versteckt unter seiner Bettdecke kauerte, überkam ihn dieser Heißhunger, obwohl das Abendbrot wie immer sehr lecker gewesen war. Nur, dieser Hunger rief leise nach Süssem; also, zum Beispiel dieser Wunsch, einen zuckrigen Tee ganz langsam auszuschlürfen mit einem möglichst kleinen Löffel. Oder einen Pfirsich zu zerteilen, in genau sieben, ziemlich gleiche Stücke und sie mit einer Kindergabel aufzuspiessen und sie eher auszusaugen als zu essen. Oder die liebste aller Süssigkeiten, diese kleinen Elisen-Lebkuchen, mit und ohne Schokolade, Stück für Stück auf der Zunge zergehen zu lassen und obwohl noch einige auf dem Teller lagen, schon vor deren Verzehr zutiefst zu bedauern, dass keiner für morgen übrig bleiben würde, aber wirklich keiner, nicht einmal Krümmelchen. Und obwohl schon die Zähne geputzt waren, ging der kleine getrennte Papi in dem blau-weiß gestreiften Pyjama, in seiner Phantasie eine Peter Pan-Uniform, noch einmal zu den Eltern, um zu fragen, ob er ausnahmsweise, wirklich nur ausnahmsweise, aus-nahms-weise zwei dieser fabelhaften Elisen-Lebkuchen haben dürfte, einen ohne, einen mit Schoko-Überzug? Und weil die Eltern ihn verstanden, nickten sie und die Mutter ging an die hölzerne Süssigkeiten-Truhe und es gab die Zwei - Himmel, war das ein herrliches Gefühl, es kribbelte im Magengrübchen und kitzelte im Gaumen und die Hände wurden lecker klebrig. Das Kissen, dass er zur Geburt geschenkt bekommen hatte, roch dann irgendwie nach den Lebküchlein. Für einen unbestimmten Zeitraum wurde aus dem Lichtstrahl ein geheimnisvoller Pfad in ein fabelhaftes Land, in dem es vor Gefahren nur so wilmmelte, die allesamt bestanden werden wollten, mit der einen oder anderen Blessur, sie gehörte selbstverständlich dazu, wie ein Ritterschlag. Schließlich wollte - immer zum Happy End - die Prinzessin gerettet und mit einem Kuss erweckt und mit einer Umarmung wiederbelebt sein. Was bei diesen zu bestehenden Abenteuern enorm half: das Photo der großen Schwester, schon ziemlich zerknautscht und zerknuselt und zerschaut, unter dem dicken Kopfkissen, es war gleichsam eine Art Schutzengel - davon konnte man ja nie genug um sich haben. Was natürlich etwa half, war der Zauberstaub von Naseweiss, wenn Käptn' Hook wieder mal eine Attacke mit seinem fliegenden Schiff ritt, um Peter Pan in dem blau-weißen Pyjama in Schrecken zu versetzen, was ihm hier und da gelang, aber das gute Ende hat immer Peter Pan. Dass er fliegen konnte, wohin er wollte, das war das unschlagbar Tollste! Schon die Vorstellung, er könne sich empor schwingen wie Peter Pan, versetzte den kleinen getrennten Papi in einen Schwindelzustand, den er sehr mochte. Etwas später verzauberten ihn die Reisen als Jim Hawkins auf die Schatzinsel auch in jenen Schwindelzustand, den nur er zu kennen schien. Wenn er seinen Freunden verstohlen davon erzählte, gab es nur unverständige Blicke, die den kleinen getrennten Papi aber nicht weiter störten - wenn ihn niemand in seine phantastische Welt begleiten wollte, dann hatte er alleine zu bestehen, schon recht, er würde es ihnen zeigen und sich selbst sowieso. Der schwarze Hund, Long John Silver und andere Spiessgesellen waren ebenfalls zu besiegen, wobei die Rettung wovor-und-vor-wem-auch-immer der eigentlich abenteuerliche Akt war. Einen Schatz zu finden, gut und schön - nur, sich bis dahin durchzuschlagen: der weg war das Ziel. Einfach, wann immer es wollte, in die Zeitmaschine von Jules Verne zu steigen und sich in andere Zeiten zu befördern, nix schien dem kleinen getrennten Papi magischer zu sein. Damit konnten keine Wenns & Abers & Vielleichts konkurrieren, noch heute sehnt sich der große getrennte Papi zurück und dann wird Von der Erde zum Mond, Die Schatzinsel, Robinson Crusoe oder Prinz Eisenherz herausgeholt und was könnte es für einen wunderbareren Ort als Camelot und die Ritter der Tafelrunde geben? Ein völlig losgelöst, mystischer, weiser Ort von dem aus der heilige Gral zu suchen war - immer wieder auf's labyrinthisch Neue, denn er ist der Ort, in dem wir uns selbst aufsuchen können, an dem wir Eins werden mit unseren sagenhaften Wunschvorstellungen. Aber dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Oder: Unter dem Pflaster liegt der Strand. Worum es diesmal geht: Eine Strandhütte, ganz viel blauer Himmel, Sarongs, einfache Betten, einige Holzfische, Strand, keine Vergangenheit/keine Zukunft, Sandburgen...meine Eltern, Italien, Sakamoto, eine Giraffe, ein Cowboy und ein Indianer. Die Strandhütte ist etwas windschief, irgendjemand hatte sie wohl vor langer, langer Zeit einmal türkis und rosa angestrichen, hier und das hat es noch Reste der Farben auf dem inzwischen ganz grauen Holz, in den Fugen hängen sie und fühlen sich da ziemlich wohl. Alexander, Marie und der getrennte Papi haben für die Reise zu dieser Hütte und zu diesem Strand nur wenig Gepäck geschnürt, keine Kuscheltiere ausser Lulu und Pauli, nur ein paar Badehosen und Bikinis, Shorts, T-Shirts, hier ist es immer warm, ich werde nur Sarongs tragen, des Nachts können wir sie als Zudecken benutzen. Wir haben die beiden schlichten, etwas behaglich durchgelegenen Feldbetten zusammengestellt, allerdings werden nur zwei von uns auf einem davon Platz finden, wir sprechen dann vor dem Schlafen ab, wer reihum einmal alleine einschläft. Die Kinder finden es ganz wunderbar, dass sie aus der kleinen, verwitterten Hütte springen und sofort Sand spüren. Und der Ozean ist einhundert Meter weit entfernt. Nur einhundert Meter! Kaum zu glauben. "Hier bleiben wir jetzt", sagt Marie und Alexander fragt: "Sieht so das Paradies aus, Papi?" Und ich antworte: "Das könnte es sein." Die Hütte muss tatsächlich nicht verschlossen werden, aber der Sohn des getrennten Papi mag so gern die drei kleinen, blau verblichenen Holzfische, die mit ihren dünnen Schnürchen als Schloss dienen sollen, miteinander verknoten. "So, jetzt kann niemand in unsere Hütte," meint er  und, natürlich, niemand kann jetzt in unsere Hütte. Abgesehen davon liegen Lulu und Pauli doch davor und passen schon auf, nur dass sich an diesen einsamen Strand mit einigen Hütten, einer Art Hotel und einer Bar und einem Restaurant sowieso niemand verirrt. Zweimal in der Woche kommt ein laut tuckerndes Versorgungsboot, dann liegen einige Holzkisten am Strand, gerade so als wären sie von Robinson Crusoe's Schiffswrack herüber gespült worden. Jemand vom Hotel sammelt sie ein, vom Geruch der lose verpackten Ananas wachen wir dann auf, ein Traum. Es scheint ganz als gäbe es hier, wenn wir am Strand liegen und spielen und im Ozean schwimmen und toben keine Vergangenheit und keine Zukunft, tatsächlich ein paradiesischer Zustand, er hält den Tag in einer schön ungefähren Schwebe. Die ist so leicht wie ein Schmetterling und mindestens so anmutig und flatterhaft und passierend. Sie macht das Herz leicht und rein und unschuldig und, ein wenig, verwegen. Das hat auch etwas mit dem Himmel und dem Horizont zu tun: der Himmel ist so blau, wie die Meere, wenn die Raumfahrer sie von weit oben sehen und der Horizont ist uns so vertraut ist wie das tibetische Windspiel, dass ein anderer Gast außen an unserer Hütte aufgehängt hat, daran hängen abgewetzte, wunderbar bunte, kleine Gebetsfahnen. Die anzuschauen macht schon einen Seelenfrieden, der so tief reicht, man möchte gar nicht wieder hinaufsteigen. Und Marie fragt zwischendurch wie das mit dem Dalai Lama sei, warum er denn in Indien lebt und nicht in Tibet. "Er sieht doch lieb aus," stellt sie für sich und uns fest, "er tut doch keinem was, oder?" Nein, er mag niemandem etwas tun. Mit den Kindern baut der getrennte Papi unzählbare Sandburgen, kleine und grosse, manche sehen aus wie Burgen und manche sehen so aus wie die Hütte und manche sehen so aus wie eine Landschaft aus Alice im Wunderland, oder so ähnlich. Verstehen Sie das? Die Kinder sind derart glücklich, dass einem der zarte Zeigefinger des Glücks über die Wirbelsäule streichelt und die guten Sterne kribbeln über die Bauchdecke, um den Bauchnabel herum. Das Lachen aus den braunen Kindergesichtern gehört zum Tag wie die Glasklarheit zur Nacht und die durchsichtigen, schillernden, winzigen Fische, "die kitzeln an den Beinen," wie Alexander jauchzt und juchzt und Marie fängt sie mit ihren schlanken Händen und wirft sie gleich wieder ins Wasser und schaut wie sie fröhlich eins werden mit ihrem Schwarm. Ich denke an Tage mit meinen Eltern in Italien, Milano Marittima als es noch kaum entdeckt war, stehe da, ziemlich dünn am Strand, blinzle in die Kamera (schwarz/weiß), es geht eine Brise, es ist viel zu heiß. Und ich denke mir im Kopf dazu Sakamoto's Klavierstück zu "Merry Christmas, Mr. Lawrence", das eine oder andere sehr ruhige Video von YouTube spielt sich ab, abrupt rieselt der Sand da unter dem Rücken des getrennten Papi fort, der Horizont rückt auf einmal näher und der Himmel ist nicht mehr himmelblau. Da ist wieder der Schreibtisch und der Zigaretten-Rauch der Bauarbeiter, die im Hof arbeiten, zieht herein, weil sie gerade eine Pause machen, stimmt, gar kein Lärm gerade. Unter dem Pflaster liegt der Strand. Und rechts, vorne, auf dem Schreibtisch steht die stolze Schleich-Giraffe von Marie und links, etwas weiter hinten, stehen ein Cowboy mit einem flotten Lasso und ein Indianer mit einem imposanten Kopfschmuck von Alexander. Sie stehen da schon so lange wie die Hütten an dem ozeanischem Strand. Nun noch einige Bilder der Kinder angeschaut - wie immer, jeden Tag, öfters. Sie sind das Eine und Alles. Aber dazu mehr alsbald vom getrennten Papi...
In Chile hat ein schweres Nachbeben die Menschen in Panik versetzt. Aus Angst vor einem neuen Tsunami flüchteten Tausende in der Küstenregion Concepción auf höher gelegene Gebiete. Unterdessen bebte auch am anderen Ende des Pazifiks, in Taiwan, die Erde.
Neue Schreckenszahlen aus dem Erdbebengebiet in Chile: Die Katastrophe hat nach Aussage der Staatspräsidentin mehr als 700 Menschenleben gefordert und zwei Millionen Häuser und Wohnungen zerstört. In vielen Gegenden ist die Lage völlig chaotisch.
Kamelle, Kostüme und Büttenreden - zur Karnevalszeit sind im Rheinland die Jecken los. Was der Kölner kann, kann der Tripkauer schon lange: Seit 52 Jahren pilgern hunderte Besucher zum Dorfkarneval, der zu DDR-Zeiten im Sperrgebiet besonders ausgelassen gefeiert wurde.
Ganz schön eklig: In Leeds hat ein Koch seinen Liebhaber ermordet und anschließend dessen Oberschenkel gebraten und gegessen. Selbst der Richter konnte den Fall kaum fassen. Er verurteilte den Angeklagten zu einer langen Haftstrafe.
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Robinson Crusoe ist ein Roman von Daniel Defoe, der die Geschichte eines Seemannes erzählt, der mehrere Jahre auf einer Insel als Schiffbrüchiger verbringt. Das Buch erschien 1719 und gilt als der erste englische Roman. Das literarische Motiv des Eingeschlossenseins auf einer Insel bezeichnet man nach ihm auch als Robinsonade. Der vollständige Titel des englischen Originals lautet: The Life and Strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe of York, Mariner: who lived Eight and Twenty Years...