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27. Oktober 2009, 15:35 Uhr

Krise frisst Finanzreserven fast vollständig auf

Die Wirtschaftskrise trifft die Bundesagentur für Arbeit härter als erwartet - und dürfte die Rücklagen von knapp 17 Milliarden Euro bis zum Ende des Jahres weitgehend aufzehren. 2010 wird das Defizit dann rasant steigen.

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Der Bundesagentur für Arbeit stehen schwere Zeiten bevor© Daniel Karmann/DPA

Die steigende Arbeitslosigkeit und die starke Nachfrage nach Kurzarbeit reißen ein immer größeres Loch in den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von Januar bis Ende September sei das Defizit auf 15,6 Milliarden Euro gewachsen, erklärte die Nürnberger Behörde am Dienstag. Wegen der Wirtschaftskrise sei deutlich mehr Geld ausgegeben worden als geplant. Gleichzeitig hätten die Einnahmen unter den Erwartungen gelegen.

Die Bundesagentur geht zwar davon aus, dass ihre Rücklagen, die zu Jahresbeginn noch bei 16,7 Milliarden Euro lagen, bis zum Jahresende ausreichen, sie werden aber auf rund 1,1 Milliarden Euro schrumpfen. Der BA kommt dabei zugute, dass sich der Bund mit insgesamt 7,8 Milliarden Euro an den Kosten für die Arbeitsmarktförderung beteiligt und der Großteil davon erst im vierten Quartal ausbezahlt wird.

Arbeitsmarktexperten hatten wegen der lange Zeit günstigen Arbeitsmarktentwicklung für Ende 2009 zuletzt mit einem Rücklagenbestand von bis zu drei Milliarden Euro gerechnet. Für das kommende Jahr erwartet die Bundesagentur ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich.

Bis Ende September hätten Ausgaben von 35,3 Milliarden Euro lediglich Einnahmen von 19,6 Milliarden Euro gegenübergestanden. Vor allem im dritten Quartal habe sich die finanzielle Lage deutlich verschlechtert, betonte die BA. Für Arbeitslosengeld wurden bis Ende September rund 13,1 Milliarden Euro aufgewendet - und damit rund 2,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die millionenfach genutzte Kurzarbeitergeld-Regelung schlug bis zum Ende des dritten Quartals mit rund 2,2 Milliarden Euro zu Buche.

Deutlich gestiegen seien auch die Ausgaben für das Insolvenzgeld, teilte die BA weiter mit. Mehrere Großinsolvenzen vor allem im dritten Quartal hätten den Betrag auf 1,3 Milliarden Euro wachsen lassen. Angesichts der schwierigen Lage vieler Unternehmen sei damit zu rechnen, dass diese Summe bis zum Jahresende weiter erheblich steigen werde.

DPA/AP
KOMMENTARE (4 von 4)
 
galonero (28.10.2009, 12:02 Uhr)
Bundesagentur
Der neue Chef wird es schon richten, der kennt sich aus: kein Krieg in Afghanistan und ab sofort auch keine Arbeitslose mehr, dass sind Freigesetzte aber keine Arbeitslosen....!!!!!
zurgat (28.10.2009, 02:01 Uhr)
war doch net anders zu erwarten
das nach der wahl die ganzen zahlen korregiert werden ;) ...

ich sag mal nich was geschätzt wird wie tief wir in der kreide stecken
Aquarius2 (27.10.2009, 23:26 Uhr)
Keine falschen Schlussfolgerungen!
Dass mir ja niemand auf die Idee kommt, die Verursacher der Krise zum Stopfen der Löcher heranzuziehen.
Die Rollen sind verteilt und daran darf sich nichts ändern: Spekulationsgewinne werden privatisiert, Spekulationsverluste werden sozialisiert.
Corazito3333 (27.10.2009, 19:17 Uhr)
eine Frage der Zeit
wann der Bankrott erfolgt...als erstes weg mit Hartz4 -die Verwaltung kostet zuviel Geld -
und die Arbeitsämter...oder ARGE die wälzen doch die Arbeit eh auf die privaten ab, Leiharbeitsfirmen etc. ab.
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