Die Strompreise steigen und steigen, und niemand will schuld daran sein. Einziger Ausweg: Ein Wechsel des Stromanbieters. Der ist kinderleicht und spart bis zu 300 Euro im Jahr. Allerdings sollten zuvor einige Dinge beachtet werden. Von Elke Schulze und Karin Spitra

Auf einem Stromzähler in einem Privathaus werden die bisher verbrauchten Kilowattstunden angezeigt© Peter Steffen/DPA
Die steigenden Strompreise bringen Bewegung in den einst starren Wechselmarkt: Nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW ) haben bis zur Jahresmitte 2007 bereits 47 Prozent der Haushalte den Stromtarif gewechselt. Laut VDEW haben jedoch nur etwa zehn Prozent der Haushalte tatsächlich auch den Stromversorger gewechselt. Die übrigen blieben beim alten Versorger und wechselten lediglich den dortigen Tarif. Die jüngste Ankündigung von Platzhirsch Eon und knapp 300 weiteren Versorgern, ihre Preise zum Jahresanfang 2008 wieder deutlich anzuheben, sollte allerdings mehr Stromkunden Mut machen, den Wechsel zu wagen.
Niemand steht im Dunkeln
Unterschwellige Ängste, wegen einer Panne oder aus Rache des verlassenen Anbieters plötzlich ohne Strom dazustehen, sind übrigens völlig unbegründet: Der Grundversorger ist zur Belieferung mit Strom gesetzlich verpflichtet. Eine zuverlässige Stromversorgung ist also zu jedem Zeitpunkt garantiert. Auch nach einem erfolgreichen Wechsel bleiben der Zähler sowie die Leitungen im Besitz des Netzbetreibers. Die Zählerstände werden entweder vom Lokalversorger (meist den Stadtwerken) oder vom neuen Anbieter abgelesen. Für eventuelle Wartungsarbeiten ist nach wie vor der Netzbetreiber zuständig. Eine Auswechselung des Stromzählers ist bei einem Wechsel des Anbieters nicht nötig.
Für den Wechsel des Stromanbieters sind neben den persönlichen Daten folgende Angaben notwendig:
Zählernummer
Zählerstand
Gewünschter Liefertermin
Name des örtlichen Versorgers
Kundennummer
Dann steht einer günstigeren Stromrechnung nichts mehr im Wege.