Heimliche Stromfresser Einfach mal ausschalten!


Je moderner ein Haushalt, desto höher womöglich die Stromrechnung: Einige Geräte kosten sogar Geld, wenn sie scheinbar abgeschaltet sind. Doch wer mit offenen Augen durch seine Wohnung geht, kann ordentlich sparen.
Von Karin Spitra

Auf Stromsparpartys übertrumpfen sich Menschen neuerdings mit Geschichten, wie sie ihren Stromzähler dazu gebracht haben, sich immer langsamer zu drehen. Am meisten Energie lässt sich dort einsparen, wo auch der Verbrauch hoch ist. So senkt kann eine neue Kühltruhe bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen. Aber selbst mit kleinen Verhaltensänderungen schont man den Geldbeutel, ohne auf Komfort zu verzichten.

Auch Australien hat die Energieverschwendung als Übel erkannt und steuert mit rigorosen Mitteln dagegen: Alle Glühbirnen sollen verboten und durch Sparlampen ersetzt werden. Dabei geht es auch ohne Verbote - und das gesparte Stromgeld kann man dann für etwas anderes ausgeben. In Deutschland setzen die verantwortlichen Politiker beim Thema Strom auf Freiwilligkeit und ökologisches Bewusstsein. Die deutsche Energieagentur (dena) hat errechnet, dass allein durch effizientere Stromnutzung acht Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauchs bis 2020 eingespart werden können (bezogen auf den Verbrauch von 2003).

Doch um Strom zu sparen, muss man erst einmal den Verbrauch kennen. Wer seinen Haushalt einmal konsequent durchchecken möchte, bekommt Hilfe bei den Verbraucherzentralen. Dabei bieten deren Energieberater gute Dienste, sind allerdings kostenpflichtig. Doch auch Energieagenturen helfen bei der Suche nach Einsparpotenzialen. Dabei werden zunächst alle Haushaltsgeräte unter die Lupe genommen, denn besonders ältere Kühlschränke, Waschmaschinen oder Tiefkühltruhen sind wahre Stromfresser.

Den heimlichen "Stromklauern" auf der Spur

Bei einigen Verbraucherzentralen kann man Verbrauchsmessgeräte ausleihen. Diese werden zwischen Steckdose und Haushaltgerät geschaltet und ermitteln den exakten Stromverbrauch. Verleihstationen in der Nähe kann man über die Homepage von www.no-e.de finden. Aber auch Stadtwerke oder Stromversorger bieten so ein Strommessgerät an. Einen so genannten Energiekostenmonitor kann man natürlich auch im Fachhandel (Baumärkte etc.) kaufen.

Besonders üble Stromfresser sind alle Geräte, die im Standby-Modus zwar nicht in Betrieb sind, aber weiter Strom ziehen. Diese Leerlaufverluste können sich in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt ganz schön addieren - oder wussten Sie, was der Betrieb folgender Geräte im Leerlauf kostet?

Gerät Leerlaufverlust/JahrKosten
Hi-Fi-Anlage21 Watt30,66 Euro/Jahr
DVD-Player15 Watt21,90 Euro/Jahr
Lautsprecher57 Watt83,22 Euro/Jahr
PC-Lausprecher10 Watt14,60 Euro/Jahr
Scanner15 Watt21,90 Euro/Jahr
Tinentenstrahldrucker12 Watt

Doch auch ein immer angestecktes Ladegerät für Mobiltelefone und Schnurlostelefone, ein ständig aktives "Heimbüro" mit Computer, PC-Lautsprechern, Drucker und Scanner oder eine Kaffeemaschine, die länger als zwei Stunden täglich den Kaffee warm hält, sind in der Liste stiller Stomverbraucher ganz weit vorne. Diese unnötigen Kosten machen bis zu 170 Euro im Jahr aus - und die können doch viel sinnvoller ausgegeben werden, oder?

Mitarbeit: Elke Schulze

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