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14. Mai 2003, 15:59 Uhr

Täglich 340 Nikotin-Tote in Deutschland

Rauchen ist noch immer die schlimmste Sucht: jährlich gebe es 140.000 Nikotin-Tote, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung, Knut-Olaf Haustein.

ddp

In Deutschland sterben nach Medizinerangaben täglich etwa 340 Raucher an den Folgen ihrer Nikotinsucht. Jährlich gebe es 140 000 Nikotin-Tote, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung, Knut-Olaf Haustein, am Mittwoch im Vorfeld der 6. Deutsche Nikotinkonferenz, die an diesem Freitag und Samstag in Erfurt tagt. Die Folgen des Rauchens würden nach wie vor unterschätzt. Insbesondere Frauen sollten auf den Griff zur Zigarette verzichten, mahnte Haustein. Nikotin beeinflusse den Hormonhaushalt, verringere die Fruchtbarkeit und könne schwere Schäden bei ungeborenen Kindern hervorrufen.

Im Jahr 2001 wurden nach Angaben von Haustein rund 140 Milliarden Zigaretten in Deutschland verkauft. Immer mehr Frauen rauchten. Er forderte ein Werbeverbot für Tabak und ein strengeres Jugendschutzgesetz. Je jünger ein Mensch sei, wenn er mit dem Rauchen beginne, desto schwerer werde seine Abhängigkeit. "Die Zigarette ist die Einstiegsdroge Nummer eins", betonte Haustein. Er sprach sich dafür aus, Tabakwaren nur noch in Fachgeschäften und nicht mehr in Lebensmittelmärkten oder Tankstellen anzubieten.

 
 
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