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3. November 2009, 12:31 Uhr

Mehr als 17.000 Arten vom Aussterben bedroht

Wissenschaftler kennen ihn unter Ecnomiohyla rabborum. Der Baumfrosch aus Panama ist eine von mehr als 17.000 Arten, die laut der aktuellen Roten Liste der Weltnaturschutzunion akut vom Aussterben bedroht sind. Das sind 2800 Arten mehr als im Vorjahr.

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Erst vor vier Jahren entdeckt und jetzt vom Aussterben bedroht: Ecnomiohyla rabborum, ein seltener Baumfrosch aus Panama© Brad Wilson/AP

Ein seltener Baumfrosch in Panama ist eine von 17.291 Arten, die akut vom Aussterben bedroht sind. Bei einer Fortsetzung der Rodungen und der weiteren Ausbreitung einer Pilzerkrankung könnte der erst vor vier Jahren entdeckte Frosch mit dem wissenschaftlichen Namen Ecnomiohyla rabborum zum letzten Mal gequakt haben, wie die Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN) am Dienstag in Genf mitteilte.

Dort stellte die IUCN ihre aktualisierte Rote Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen vor. Dafür wurde die Situation von 47.677 Arten überprüft. Verglichen mit der Studie vor einem Jahr sind 2.800 bedrohte Arten neu hinzugekommen. Demnach sind 70 Prozent der Pflanzen, mehr als 25 Prozent der Reptilien und mehr als 20 Prozent der Säugetiere vom Aussterben bedroht. Das einzige neu auf der Roten Liste hinzugekommene Säugetier ist der Voalavo, ein in den Bergwäldern auf Madagaskar lebender Nager.

Ergebnisse sind nur Spitze des Eisbergs

"Diese Ergebnisse sind nur die Spitze des Eisbergs", sagte der für die Erstellung der Roten Liste zuständige IUCN-Experte Craig Hilton-Taylor. Schließlich seien viele Millionen Arten gar nicht untersucht. Die Liste dient Regierungen und internationalen Organisationen zur Orientierung für Schutzmaßnahmen.

Der bis zu zehn Zentimeter große Frosch Ecnomiohyla rabborum ist die einzige bekannte Amphibienart, bei der das Männchen die Kaulquappen mit Teilchen seiner Haut ernährt, die es bei der Bewachung der Nachkommen absondert.

Ein Jahr nach Entdeckung der Art erreichte der Chytrid-Pilz, der die für Amphibien tödliche Chytridiomykose verursacht, auch Zentralamerika. Es wird vermutet, dass der internationale Handel und die globale Erwärmung die Ausbreitung dieses Pilzes fördern."Seitdem konnte nur ein einziges Männchen dieser Art gehört werden", erklärte die IUCN.

Der Amphibienforscher Joseph Mendelson vom Zoo in Atlanta, der bei der Entdeckung von Ecnomiohyla rabborum beteiligt war, sagte, es gehe ihm sehr zu Herzen, dass diese Art nun so schnell verschwinde. "Ich bin wirklich sehr traurig."

AP
 
 
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