25 Jahre G-Klasse Der große Wühler


Kantig, glatt, brutal: Die G-Klasse zählt zu den Dinosauriern unter den Offroadern. Kompromisslos im Gelände und ohne optischen Weichspüler und allzu viel Komfort.

Die wohl berühmteste Version der G-Klasse, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiert, hat der Vatikan in der Garage stehen: Das "Papamobil" mit der durchsichtigen Kuppel aus Plexiglas. Im Jahr 1980 fuhrt Papst Johannes Paul II in dem umgebauten Geländewagen von Mercedes-Benz zum ersten Mal durch Deutschland. Ein Jahr zuvor lief das erste Modell vom Band. In den letzten 25 Jahren wurden weltweit rund 175.000 Fahrzeuge der G-Klasse ausgeliefert.

Die Entwicklung des Geländewagens begann schon 1972. Er war ein Gemeinschaftswerk zwischen Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch im österreichischen Graz. Ziel war ein leichtes Geländefahrzeug mit Vierradantrieb. Drei Jahre später fiel die Entscheidung über den Bau des Geländewagens und die Errichtung eines neuen Werks in Graz, wo das Fahrzeug auch heute noch überwiegend in Handarbeit hergestellt wird. Es ist für den Einsatz im schwersten Gelände ausgerichtet: Das Steigvermögen beträgt bis zu 80 Prozent.

Von der G-Klasse gibt es auch unterschiedliche Militärversionen. Sie sind bei den Armeen in Europa und auch in den USA im Einsatz. Vor allem in den USA verzeichnete der Klassiker unter den Geländefahrzeugen in den vergangenen Jahren erstaunliche Markterfolge. Dort wird das Fahrzeug erst seit November 2001 angeboten. Im Jahr 2002 wurden in den Vereinigten Staaten rund 3.200 Modelle verkauft. Rund 5.900 Modelle des Geländewagens mit dem Stern wurden im vergangenen Jahr ins Ausland exportiert.

Das Fahrzeug hat in den letzten 25 Jahren sein äußeres Erscheinungsbild fast nicht verändert. Zu den markanten Kennzeichen des Geländewagens zählen gerade Linien, kurze Überhänge und die markanten eckigen Kotflügel.


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