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27. Rallye Dakar: Herzinfarkt auf dem Motorrad

Die Wüsten-Rallye hat innerhalb von zwei Tagen das zweite Todesopfer gefordert. Auf der elften Etappe von Atar nach Kiffa erlag der italienische Motorradfahrer Fabrizio Meoni einem Herzinfarkt.

Der 47- Jährige Meoni, Sieger der Motorrad-Wertung 2001 und 2002, war am Dienstagmorgen in der Wüste von seinem Motorrad gestürzt und blieb bewegungslos im Sand liegen. Alle Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Am Montag war der spanische Motorradfahrer José Manuel Perez im Krankenhaus der spanischen Stadt Alicante seinen schweren Verletzungen erlegen, die er bei seinem Unfall am Donnerstag auf der siebten Etappe erlitten hatte.

Meoni ist das 45. Todesopfer in der Geschichte der Rallye Dakar seit 1979. «Er ist um 10.15 Uhr nach der Passage des zweiten Kontrollpunktes von seinem Motorrad gefallen», berichtete Rallyeleiter Etienne Lavigne. «Wir haben sofort einen Hubschrauber mit einem Ärzteteam dorthin geschickt, der dort um 10.36 Uhr eintraf.» 45 Minuten lang versuchten die Ärzte vergeblich, Meoni wiederzubeleben. «Die Dakar hat einen ihrer großen Helden verloren. Er war ein fabelhafter Typ, er konnte oft komisch sein und er war ein sehr guter Anwalt. Wir sind über seinen Tod sehr bestürzt», sagte Livgne. Meoni hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Zum Zeitpunkt seines Todes lag der Italiener hinter seinem französischen KTM-Kollegen Cyril Despres auf dem zweiten Platz, mit guten Chancen auf den dritten Sieg. Die 13. Teilnahme an der Rallye Dakar sollte, so hatte Meoni beim Start an Silvester in Barcelona verlauten lassen, seine letzte sein.

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Meoni bestritt seine erste Rallye 1989 und feierte in seiner langen Karriere viele Erfolgen. Neben seinen zwei Dakar-Siegen (2001 und 2002) gewann er 1999 die Dubai-Rallye, siegte vier Mal bei der Tunesien-Rallye, die ägyptische Pharaonen-Rallye beendete er sogar fünf Mal als Erster. 2000 krönte er seine Karriere mit dem Gewinn des Marathon-Weltcups in der Motorrad-Wertung. Meoni war 2001 der erste Dakar-Sieger aus Italien.

Er ist der zweite Motorradstar, der innerhalb von vier Monaten bei einer Rallye starb. Am 29. September 2004 kam der zweimalige Dakar- Sieger Richard Sainct aus Frankreich auf der vierten Etappe der Pharaonen-Rallye bei einem Unfall ums Leben.

Von Toni Hoffmann/DPA

Von Toni Hoffmann/DPA / DPA

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