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Abwrackprämie: Ende März ist Schluss

Wer die 2500 Euro Abwrackprämie noch mitnehmen will, muss Gas geben. Legt man die Zahlen des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeugverbandes zugrunde, wird die Zahl von 600.000 förderungsberechtigten Neuwagen bereits Ende März erreicht sein.

Von Björn Erichsen

Autofahrer müssen sich sputen, wenn sie noch von der Abwrackprämie profitieren wollen. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Fördermittel deutlich schneller erschöpft sein, als bisher angenommen. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeugsgewerbes existieren bereits jetzt 420.000 Kaufverträge, die auf der Basis der Abwrackprämie abgeschlossen wurden (Stand 6. März). Geht es im bisherigen Tempo weiter, wird die Gesamtzahl von 600.000 förderungsberechtigten Neukäufen bereits Ende März erreicht sein. Es ist daher zu erwarten, dass die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel von 1,5 Milliarden Euro bereits kurz nach dem Stichtag zur Reservierung am 30. März erschöpft sein werden.

Dies ergibt sich, wenn man die Zahlen des Zentralverbandes, der seine Daten direkt von Herstellern und Markenverbänden erhält, hochrechnet: Bei 420.000 Kaufverträgen vom 15. Januar - ein Tag nach dem Kabinettsbeschluss zur Umweltprämie - bis zum 6. März - dem Tag der Erhebung des Zentralverbandes - sind pro Tag 8235 Neuwagen auf Basis der Abwrackprämie verkauft worden. Bleibt es bei diesem Durchschnittswert, sind die restlichen 180.000 Wagen innerhalb der nächsten 22 Tage verkauft. Vom 6. März an gerechnet wäre dies der 28. März.

Angesichts dieser Zahlen wird der Fördertopf weit vor dem gesetzten Termin Ende 2009 leer sein. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sind bisher 217.693 Anträge auf Gewährung der Umweltprämie (Stand: 10. März) eingegangen. Die Differenz von rund 200.000 PKW ergibt sich aus den zum Teil langen Lieferzeiten von Neuwagen. Bisher kann der Antrag beim Bafa nur mit dem Nachweis der Zulassung des neuen Autos und dem Verschrottungsnachweis für den Altwagen gestellt werden.

Am Montag hatte das Bafa mitgeteilt, dass es aufgrund der langen Lieferzeiten möglich sein wird, die Abwrackprämie in einem zweistufigen Verfahren zu reservieren. Danach soll die Vorlage eines rechtsverbindlichen Kaufvertrages zur Beantragung ausreichen, der Nachweis der Verschrottung kann nachgereicht werden. Dadurch soll das so genannte Windhundprinzip (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst) entschärft werden. Diese Regelung wird jedoch erst ab dem 30. März greifen, also in etwa zu dem Zeitpunkt, an dem - zumindest de facto - die Gesamtzahl der zu fördernden Neukäufe bereits erreicht sein wird.

Auf das Bafa wird am Stichtag eine wahre Flut von Anträgen zukommen. "Man kann sich in etwa vorstellen, was an diesem Tag im Bundesamt los sein wird", sagt Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. "Wir schätzen, dass allein am ersten Tag auf Schlag 50.000 Anträge dort eingehen werden." Da diese nach Angaben des Bundesamtes nach Reihenfolge der Antragstellung bearbeitet werden, können sich Verzögerungen rächen. Wer den Stichtag am 30. März versäumt, geht ein hohes Risiko ein, die Abwrackprämie nicht zu erhalten.

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Viele Autohersteller und der ADAC fordern daher, die Begrenzung der Prämie auf 1,5 Milliarden Euro aufzuheben und die Subvention bis Ende des Jahres zu zahlen. Der Bund lehnt dies bisher kategorisch ab. Vor allem für die deutschen Hersteller hat sich die Prämie dennoch gelohnt: Nach stern.de-Informationen hat allein der VW-Konzern über 150.000 Fahrzeuge über die Abwrackprämie abgesetzt (90.000 VW/49.000 Skoda/6500 Seat). Auch Opel konnte mit 40.000 Fahrzeugen stärker profitieren als die ausländische Konkurrenz wie etwa Fiat oder Renault/Dacia mit je 30.000 verkauften Autos. (

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