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Acrea Zest: Kleiner Spaßmacher

Endlich kommt das Auto auf das alle Disney-Freunde lange warten mußten. Der Zest sieht aus, als wollte Donald Duck mit seiner Freundin "Alice im Wunderland" zum Picknick fahren.

Wir glauben die goldenen Zeiten von Gunter Sachs, Brigit Bardot und Strandparties sind vorbei, Acrea offenbar nicht. Das "Atelier de Creation Automobile" erfindet den Standbuggy neu. Das alte Konzept wurde mit einem Roadster gekreuzt und sieht aus, als wollte Donald Duck seiner Freundin "Alice im Wunderland" eine Freude machen. Die Silhouette reinnert an ein halbiertes Überraschungsei an: Ein rollender Blupp aus dem nur die Überrollbügel hervorragen. Von vorne sieht das Gefährt aus wie von hinten, nur Scheinwerfer und Mini-Scheibe beugen Verwechslungen vor. Dazu passt, dass die Riemenscheiben-Variomatik nur einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang kennt.

Anstelle von Türen gibt es eine flotte Einkerbung für den Einstieg. Kosten solle der Spaß etwa 9500 Euro. Dafür gibt es immerhin zwei Sitze und stolze 330 Liter Kofferraum. Im Schwung wird der Landstraßen-Zwerg von einem Motörchen mit zwei Zylindern gesetzt. 505 Kubikzentimeter schaffen sagenhafte 21 PS, der Verbrauch liegt bei 4,7 Liter. Das sind Werte wie früher beim Entchen.

Ähnlich sympathisch ist auch der Zest auf den ersten Blick. Die Ankündigung verspricht Spaß am Fahren für Menschen zwischen 16 und 96 - man glaubt es sofort. Neben guter Laune pur, gibt es durchaus vernünftige Argumente für den Zest. Zu einem vertretbaren Preis erhält der Kunde ein sehr exklusives Modell. Für die Stand und gelegentliche Landpartien reicht der Motorisierung aus. Der Mini-Roadster wird zudem für ein deutliches Plus an gefühltem Fahrspaß sorgen. Der Zest kann also als Zweitwagen oder als Abiturgeschenk durchgehen. Wirklich angenehm ist aber die Idee, einen originellen Wagen anzubieten, ohne in eine Wettrennen von "Immer-mehr-PS" einzutreten.

Dabei ist der Zest nicht der Sektlaune einer Entwicklungsabteilung entsprungen, sondern als ernster Marktbeitrag gedacht. Der Zest ist nicht als Bastelstück geplant, sondern als Kleinserienfahrzeug in industrieller Produktion. Im Jahr 2007 sollen 2.000 Knuffel vom Band rollen und Europas Straßen bevölkern. Das ist wohl nicht die Zukunft des Automobilbaus, aber viel frischer Mut, den die Großindustrie selten aufbringt. Hinter dem Acrea stehen dann auch Enthusiasten. Zu den Vätern zählen Stéphane Solbach, der ehemalige Produktionschef von Matra Automobile und Jean-Pierre Josseaume, Karosseriespezialist auch von Matra. Man kann ihnen nur viel Erfolg mit diesem Projket wünschen.

Kra

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