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Audi RS4: Hochjubeln ohne Druckbetankung

Reinrassige Sportwagen, die wie eine Limousine wirken: Auf diese Gattung versteht sich auch Audi. Auf dem Genfer Autosalon wird der RS4 vorgestellt. Offiziell ist bei 250 km/h Schluss, aber praktisch geht dann immer noch etwas.

Der Preis der Straßenrakete wird noch geheim gehalten, aber billig wird der Allrad-Spaß im Formel 1-Leistungsbereich sicher nicht. Neu ist, dass es den RS4 als Limousine und als Kombi geben wird. Gestartet wird mit der Limousine, Transporteure mit Eilgepäck müssen noch ein Jahr auf den Avant warten. Wie es sich für die Gattung "Wolf im Schafspelz" gehört, ist der böse Kern des RS4 auf den ersten Blick kaum auszumachen. Die Lufteinlässe sind ein wenig größer, die Reifen etwas fetter und an der Heckklappe lugt keck ein Spoiler hervor. Freunde des "fett-geilen" Autotunings greifen schon in der 150 PS-Klasse zu stärkeren Mitteln. Optisches Posing hat ein RS4 nicht nötig, denn unter der Haube wird Druck wenn auch ohne Turbo gemacht.

Neue Konzepte bei Antrieb und Motor

Dort 4,2-Liter-V8-Motor stellt 420 PS und ein Maximaldrehmoment von 430 Newtonmeter bereit. Erstmals folgt Audi hier dem Hochdrehzahlkonzept, der Benzindirekteinspritzer darf bis auf 8.250 Umdrehungen pro Minute hochgejubelt werden. 90 Prozent des Drehmoments stehen zwischen 2250 und 7600 1/min zur Verfügung. Selbst bei forcierter Fahrweise kann, wer will, relativ schaltfaul agieren. Der Sprint von 0 auf 100 km/h geschieht in 4,8 Sekunden. Der elektronische Tempobegrenzer dreht bei 250 km/h den Hahn ab, diese Speere dürfte sich aber innerhalb kürzester Zeit beim Tuner deaktivieren lassen. 300 km/h sollten dann kein Ding der Unmöglichkeit sein. Ganz neu ist die so genannte "asymmetrische Drehmomentverteilung". Trotz Allrad-Tradition scheint man bei Audi den Geschmack des Heckantriebs entdeckt zu haben. Wird das Gaspedal forsch durchgedrückt, wird in der neuen Allrad-Generation deutlich mehr Kraft auf die Hinterräder gelenkt. So entsteht der begehrte Schwung aus dem Heck heraus.

Trotz der Renntechnik bleibt der Wagen komplett alltagstauglich, selbst eine Einparkhilfe für den Boxenstop wird mitgeliefert. Rennsporttypisch kann dem Gaspedal ein verschärftes Ansprechverhalten verordnet werden. Damit der Audi-Pilot auch in rasanter Kurvenfahrt auf seinem Platz bleibt, lassen sich die Seitenwangen der Sitze so aufblasen, bis der Fahrer zwischen Gaspedal und Lenkrad unverrückbar fixiert ist.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.