Carrozzeria Castagna Mini Wagon Klasse Kiste


Um den Grundbedarf der aktuellen Mini-Nachfrage zu decken, wurden neue Modelle nach hinten geschoben. Wer nicht auf einen Kombi warten möchte, wird in Italien fündig.

Durch den anhaltenden Erfolg des neuen Mini kann BMW wesentlich gelassener mit dem lahmenden Automobilabsatz umgehen als andere Hersteller. Der Run auf den Engländer mit bayerischen Genen bringt allerdings auch Probleme mit sich. Längst arbeitet das Werk in Oxford an seiner Belastungsgrenze und trotzdem muss ein Mini-Käufer meist mehrere Monate auf seinen flinken Winzling warten. Um den Grundbedarf zu decken, wurden neue Modelle nach hinten geschoben. So geschehen beim Mini Cabrio, das erst in diesem Jahr vorgestellt wird.

Schneller als es BMW erlaubt

Dabei finden sich in der Mini-Geschichte zahllose Ableger, die auch BMWs Kleinstem gut zu Gesicht stehen würden. Längst vor dem geistigen Auge vieler Fans und Experten geplant, zeigt der italienische Karosseriebauer Castagna auf dem Genfer Autosalon, wofür BMW wahrscheinlich noch Jahre brauchen wird: einen Mini-Kombi.

"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen"

Castagnas Mini Wagon tritt das Erbe des legendären Austin Mini Countryman an, einem knuffigen Kombi mit sichtbarem Holzrahmen, dessen sehr schlichte Eleganz in der Werbung zur Tugend erklärt wurde: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Mit derlei markigen Sprüchen müssen sich Castagna-Kunden nicht belasten.

25 Zentimeter mehr Länge

Der neue Kombi ist ausschließlich aufs Vergnügen ausgerichtet. Wie www.auto-motor-sport.de berichtet, spendieren die Italiener dem Mini 25 Zentimeter mehr Länge und strecken ihn auf 3,87 Meter. Statt einer ebenen Ladefläche wie im Countryman gibt es allerdings eine mit schwerem Leder bezogene Rückbank und ein geräumigeres Gepäckteil mit Platz für drei Koffer. Unnötig zu erwähnen, dass Castagna die passenden Gepäckstücke gleich mit im Angebot hat.

Innenraum im Country-Stil

Über die verlängernden Maßnahmen hinaus, haben sich die italienischen Designer auch den Innenraum des Minis vorgenommen. Neben den obligatorischen Holzstreifen am Kombi-Heck lässt sich auch der komplette Wohnraum im Country-Stil umgestalten. Eine wichtige Rolle spielen dabei edles Leder und witzige Korb-Accessoires.

Die Sache mit der Arbeit wird nur wichtig, wenn es ums Bezahlen geht. 10.000 Euro wird Castagna für so einen schicken Countryman-Umbau verlangen. Dafür bekommt man immerhin nette 18-Zoll-Felgen und das bereits erwähnte Koffer-Set. Den zu verlängernden Mini muss man allerdings selbst mitbringen.

Jochen Knecht

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker