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Audi A6 Allroad: Macho-Mobile

Ein Audi, der richtig kracht. Er bringt die Design-Optik der Edelmarke mit, wirft aber alle Zurückhaltung über Bord. Auf Feldwegen wird sich keine Schramme geholt. Dabei bleibt er so dynamisch, wie man es von einem A6 erwarten kann. Schärfster Konkurrent: Der Q7 aus dem eigenen Haus.

Von Gernot Kramper/Meran

Felsbrocken krachen, Wildwasser schäumt und Hänge neigen sich, bis der Fahrer fürchtet, durch die Frontscheibe zu purzeln. So geht es zu, wenn SUVs und Offroader ihre Fähigkeiten demonstrieren wollen. Generell gilt dabei: Je bequemer der Innenraum um so härter der Parcours, den der Wagen absolvieren muss, um ihn vom Ruch eines Golfplatz-Geländegängers zu befreien. Natürlich sind diese Passagen handverlesen, ein normaler Fahrer wäre nie in der Lage, die Riesenbrocken so ins Visier zu nehmen, dass er nicht in der Mitte aufsitzt. Aber egal, Hauptsache es sieht super aus.

Realistische Übung

Diesen Unfug verweigert sich der neue A6 Allroad souverän. Seinen Geländeeinsatz demonstriert er auf einem lauschigen Spazierweg inmitten der Apfelblüte von Meran. Da geht es ein wenig hinab, da schmutzt es auch einmal - und ein tiefer gelegter Sportwagen würde sich wohl die Frontlippen abschürfen. Der Audi - nun erstmals ohne Geländeuntersetzung - natürlich nicht. Viel Dynamik gibt es nicht zu demonstrieren. Die Wege in der Obstplantage sind schmal und gerade, Abzweigungen biegen im rechten Winkel ab. Mit Saus und Braus kracht Audis Angebot für den markigen Außendienstler durch die Büsche. Souverän- mehr wird man dem Wagen auch nicht abverlangen. Für eine Amazonas-Überquerung dürfte die Geländevariante des Edel-Audis wenig taugen. Dafür ist er eine Kulturbrücke zwischen den Geschlechtern. Schließlich macht er den Männern den weiblichen Traum vom "Landhausstil" verständlich. Beim Landhaus wird ja auch nicht auf Komfortheizung und Badelandschaft verzichtet.

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Der Männer A6

Verzichten - ein unbekanntes Wort für die Kunden des Premium-Segments. Audis Allroad Angebot sind Mäßigungs-Appelle fremd, dafür wäre der Wagen auch schlicht zu teurer. Und weil Audi sich nicht nur als Premium-Anbieter versteht, sondern als Design-Schmiede darf die Optik nicht zu kurz kommen. Der normale A6 ist ein Wagen von makelloses Schönheit und Strenge. In etwa so wie ein perfekter Business-Anzug. Problem: Er bietet außer des Markenstatuses und den inneren Werte nur wenig optische Reize für die Spaß- und Freizeitgeneration. Dies liefert der Allroad perfekt, ohne im albernen Gelände-Zierrat zu schwelgen. Mit eiskaltem Understatement meldet der A6 seinen Anspruch auf einen Platz auf dem Direktoren-Parkplatz an. Der Allroad haut mit mehr Wucht und Kraft auf den Putz. Dafür sorgen die Reifen, der Rundum-Kunststoff-Schurz und die protzigen Edelstahlschützer unter den Stoßfängern. Ziemlich chic für Schlamm und Schmutz. Man sieht in ihm nicht nur das Dahineilen über die Autobahn, er verkörpert den kräftigen Stand, das Zupackende und die Fähigkeit auch etwas wegzustecken.

Mehr als Schlaglöcher

Nicht nur arme Bäuerlein müssen asphaltierte Wege mal verlassen und über Feldwege hoppeln. Den einen zieht es in die neuen EU-Länder, den anderen zum Haus in Frankreich. Wer die Straßenbeläge etwa in Hamburg-Blankenese kennt, wird die Allroad Fähigkeiten als sinnige Versicherung gegen die zusammenbrechende Infrastruktur in Deutschland verstehen. Allradantrieb gibt es bei Audi sowieso, der Allroad lässt es zu, die Bodenfreiheit zu regulieren. Die serienmäßige Luftfederung lupft den Wagen auf bis zu 19 Zentimeter an. Ideal für alle, die tatsächlich gelegentlich auf Feldwegen unterwegs sind. Im Normalmodus sind praktisch keine Unterscheide in der Agiltät zu bemerken. Dummerweise setzt der bullige Auftritt die Fantasie am Steuer mächtig in Schwingung. Die Folge: Man möchte entsprechende Kraftentfaltung bemerken. Der A6 Allroad tritt ohnehin nicht mit den kleinsten Maschinchen an. Er startet mit dem bewährten 3,2 Liter V6 Benziner. Dazu gibt es den im Q7 verbauten 4,2 Liter Benziner und die beiden Diesel von 2.7 und 3.0 Liter.

Tüchtige Einheizer

Der neue 4,2-Liter-FSI-Motor (66.000 Euro) macht aus acht Töpfen reichlich Spaß. Ein edler Benziner mit 350 PS, der keine Wünsche übrig lässt. In verschärfter Gangart und dem hochdrehenden Sport-Modus der Automatik wurden über 14 Liter verbrannt, im Alltag sollte man auch mit elf bis zwölf Literchen auskommen. Der Wucht-Avant kommt in 6,3 Sekunden auf 100 und geht dann ungehemmt bis an die Regel-Grenze von 250 km/h. Der 3,2 Liter V6-Direkteinspritzer (255 PS und 48.600 Euro) sollte zwar ausreichen, aber an steilen Passagen steht eben keine unbegrenzte Leistungsreserve zur Verfügung. Richtig sparsam und mit genügend Power arbeiten die beiden Diesel. Der 2,7-Liter mit 180 PS kommt auf 47.600 Euro, der 3,0-Liter für 48.600 Euro mit 233 PS.

Mann oder Frau als Entscheider

Der Allroad verleiht dem klassischen A6 im Design die gewisse Verschärftheit der Spaßgesellschaft ohne den Spaß soweit zu treiben wie der Q7. Nicht so rummsnasig, nicht so bananenförmig, nicht so riesig. Andererseits kann man den noch vorhandenen Preisunterschied zum Q7 kaum als Sprung bezeichnen. Finanziell hinterlassen Audis Geländegänger praktisch gleich große Reifenspuren. Hohe Sitzposition, die schicke SUV-Optik sprechen für den Q7. Präferenz: Familienfahrzeug neben dem Dienstwagen. Der A6 Allroad bleibt für die, die dem ganzen SUV-Wahn nichts abgewinnen können. Und die erkannt haben, dass dicke Reifen allein weder Status noch Fahrspaß ausmachen. Bei anderen Firmen würden zwei so ähnliche Produkte zu einem Kannibalen-Fest führen, in Audis Lauf der letzten Jahren wird sich der prächtige Zuwachs an neuen Edel-Audis einfach harmonisch verteilen.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?