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Ausbau der VW-Up-Familie: Kraftzwerg, Kleinsparer und Viertürer

Viertürer, Erdgas-Sparmobil, Mini-Stromer, GT mit 110 PS: VW baut in diesem und im nächsten Jahr seine Up-Familie kräftig aus. Der Eco Up mit Erdgasbetrieb wird das sparsamste Serienauto auf dem Markt, der GT ist eine fast 200 km/h schnell Rennsemmel.

Der VW Up verwandelt sich zu Nachfolger des Golf GTI für Puristen – die GT-Version erreicht 195 km/h. Das ist sogar etwas mehr, als der Ur-GTI drauf hatte. Der turbogeladene Dreizylindermotor mit 999 Kubikzentimetern Hubraum macht den 3,5 Meter kurzen Up nicht nur auf der Autobahn zum Kraftzwerg. Der Motor leistet 110 PS – soviel wie der allererste Golf GTI – und wuchtet ein Drehmoment von 175 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Im Nu hat man sich durch die Gänge des Sechsganggetriebes geschaltet, vor allem im zweiten Gang prescht der 960 Kilo schwere Kleinstwagen los wie von der Tarantel gestochen. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Up GT in 8,5 Sekunden.

Noch ist der aufgebohrte Up mit seinem TSI-Motor nur ein Prototyp, dem man seine Kraftkur von außen nicht ansieht. 2013 könnte das aufgeladene Miniauto aber in Serie gehen und die Palette des VW Up nach oben erweitern. Bislang hat der Wagen Benzinmotoren mit 60 PS oder 75 PS an Bord. Die Optik des GT zeigte VW bereits auf der IAA 2011, mit tiefer gelegter Karosserie, bulliger Frontmaske und einem winzigen Dachspoiler. Ob der Wagen auch in der Serienversion GT heißt, steht noch nicht fest.

Ausbau der VW Up Familie: Rennsemmel und Sparmaschinen
Für die meisten Kunden ist die Version mit fünf Türen die wichtigste Neuerung bei Volkswagens Kleinstem, aber VW hat noch mehr in petto.   Mehr als die Hälfte der Up-Käufer werden sich für die fünftürige Variante zu Preisen ab 10.325 Euro entscheiden, glaubt der Hersteller sicher. Das entspricht einem - üblichen - Aufpreis von 475 Euro.   Die äußeren Abmessungen sind mit denen des Dreitürers identisch, und auch die Motorisierungen von 60PS und 75 PS sowie die Ausstattungsvarianten entsprechen denen des ursprünglichen Up. Optisch ist der Neue vorn und von hinten nicht vom Dreitürer zu unterscheiden.   Neben dem obligatorischen Fünftürer hat VW noch Modelle in der Planung. Ein flotter GT soll für ein sportliches Image sorgen, das Cross-Modell wird eine schicke Optik für einen fairen Mehrpreis liefern. Eine ingeniöse Großtat ist der Eco Up, mehr sparen kann keiner.

Für die meisten Kunden ist die Version mit fünf Türen die wichtigste Neuerung bei Volkswagens Kleinstem, aber VW hat noch mehr in petto.

Mehr als die Hälfte der Up-Käufer werden sich für die fünftürige Variante zu Preisen ab 10.325 Euro entscheiden, glaubt der Hersteller sicher. Das entspricht einem - üblichen - Aufpreis von 475 Euro. Die äußeren Abmessungen sind mit denen des Dreitürers identisch, und auch die Motorisierungen von 60PS und 75 PS sowie die Ausstattungsvarianten entsprechen denen des ursprünglichen Up. Optisch ist der Neue vorn und von hinten nicht vom Dreitürer zu unterscheiden. Neben dem obligatorischen Fünftürer hat VW noch Modelle in der Planung. Ein flotter GT soll für ein sportliches Image sorgen, das Cross-Modell wird eine schicke Optik für einen fairen Mehrpreis liefern. Eine ingeniöse Großtat ist der Eco Up, mehr sparen kann keiner.

Praktischer Viertürer

Der GT wird wohl ein Spaßauto für wenige Kunden bleiben. Viel wichtiger für den Ausbau der Up-Palette ist der ab Mai diesen Jahres erhältliche Viertürer. Die beiden zusätzlichen Türen kosten 475 Euro Aufpreis. Überraschend gut ist das Platzangebot. Zwei Erwachsene können ohne Beklemmungsängste hintereinander sitzen. Mit nur zwei Türen wirkt der Up eleganter, die Rückbank ist mir vier Türen naturgemäß leichter zu erreichen. Das Kofferraumvolumen des Viertürers entspricht mit 241 Litern dem des Zweitürers. Während sich beim normalen Up die hinteren Fenster gar nicht öffnen lassen, hat der Fünftürer immerhin Ausstellfenster zu bieten. Billig und spartanisch bleibt das trotzdem. VW schätzt, dass sich langfristig jeder zweite Kunde für den Viertürer entscheiden wird.

Insgesamt rechnet VW-Marketingvorstand Luca de Meo mit rund 60.000 verkauften Ups pro Jahr – allein in Deutschland. Im Dezember konnte sich der Up bereits aus dem Stand auf den ersten Platz des deutschen Mini-Segments vorkämpfen.

Keiner spart mehr

Mitte diesen Jahres kommt außerdem die ultimative Sparbüchse auf den Markt – jedenfalls was den Verbrauch betrifft: Der Eco Up mit Erdgasbetrieb verbraucht laut Werksangabe im Schnitt nur 2,9 kg Gas (CNG) pro 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 79 g/km. Emissionsärmer ist kein anderes Gasauto und kein anderer Kleinwagen mit Verbrennungsmotor unterwegs, selbst der Diesel-Smart muss sich geschlagen geben. Der Eco Up hat einen Dreizylindermotor mit 68 PS. Der ist nicht gerade vibrationsarm und gibt sich bei niedrigen Drehzahlen brummig, doch der Anzug des Erdgas-Zwerges ist für den Stadtverkehr sehr ordentlich. Erst ab 80 km/h lässt der Schub spürbar nach, jenseits der 100 km/h-Marke bewegt sich die Tachonadel nur noch im Kriechgang vorwärts. Beim Halt an der Ampel schaltet eine Start-Stopp-Automatik den Motor aus und beim Start fast unbemerkt wieder an.

Eine kombinierte Tankuhr zeigt zunächst den Erdgasvorrat, der sich in zwei zylinderförmigen Unterflurtanks mit insgesamt 11 kg Fassungsvermögen befindet. Erst wenn das Gas zur Neige geht, schaltet der Eco Up automatisch auf Benzinbetrieb um – manuelles Umschalten zwischen Gas- und Benzinbetrieb ist nicht möglich. Der Benzintank fasst nur zehn Liter und ist als Notvorrat gedacht. Für CNG-System werden rund 2500 bis 3000 Euro Aufpreis fällig, der Eco-Up dürfte also ungefähr 13.000 Euro kosten. Im dritten Quartal 2012 soll er beim Händler stehen.

Zukunftsmusik

Das Elektroauto E Up ist für 2013 parallel zum Elektro-Golf geplant, hier nennt VW noch keinen Preis. Eine reine Studie wird der Buggy bleiben, der neben den anderen Up-Derivaten auf der letzten IAA ins Rampenlicht rollte. Realistischer sind die Chancen auf Serienfertigung für den Mikrobus Bulli Concept, der bislang meistens als Studie im Stil des berühmten Samba-Busses gezeigt wurde.

Sebastian Viehmann/Press-Inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.