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BMW Z4 M-Coupe: Der Auto

Die klassischen Sportcoupes sind wieder da, und BMW stellte das Z4 M-Coupe, seinen Beitrag zum Thema, passender Weise auf der Rennstrecke von Estoril vor.

Helmut Werb, Los Angeles

Das prickelnde Gefühl beim Ritt auf dem sprichwörtlichen Rücken eines Tigers entsteht nicht durch die drohende Gefahr, das wilde Tier könne innehalten und den wagemutigen Reiter verspeisen, sondern durch den geradezu Sucht verursachenden Spaß, den die Bestie macht, wenn man sich beim Einsatz von 343 Pferden am Fell festkrallt. Autofans wissen schon, von was ich da rede, denn Drei-Vier-Drei ist die magische PS-Zahl des BMW M-Sechszylinders, immer noch eines der besten Beispiele, dass man im modernen Motorbau kein Blasorchester benötigt, um hochprozentige Literleistung zu erzielen, sondern dass inspirierte Ingenieurleistung voll und ganz genügt. Jetzt hat BMW jene glasige Augen machende Hochleistungsmaschine in die neue Coupe-Version des Z4s gesteckt, und den hormonalen Über-Schuss, der dabei herauskam, kann man nur als gelungen beschreiben. Dass BMW seiner kantigen Schönheit Z4 irgendwann einmal ein Blechdach aufsetzen würde, war allen Fans der weißblauen Marke klar, egal wie sehr sich die Vorstände bei der Vorstellung des Roadsters vor ein paar Jahren noch zierten, diesbezüglich eindeutige Aussagen zu machen. Heimlich, still und leise entwickelte jedoch ein kleines Team an einer passenden Mütze, machte ein paar stilistische Anleihen bei ur-britischen Zweisitzern aus den 60er Jahren, und nach nur 17 Monaten konnte BMW zur Testfahrt des Coupes auf die Rennstrecke nach Estoril einladen.

Um die Faszination der Z-Coupes zu erklären, muss ich ein wenig ausholen. Vor vielen, vielen Jahren, als das legendäre Z3 Coupe noch per Handschlag an eine Handvoll Kunden verkauft wurde, saß ich mit einem freundlichen BMW-Mitarbeiter in der Boxengasse in Jerez und diskutierte die zweifelhafte Ästhetik des damals neuen Z3 M Coupes, respektlos aber zutreffend "Turnschuh" genannt. Ob ich den Wagen denn jemals gefahren hätte, wollte der BMW-Mann ob meiner Kritik wissen. Dadurch würde das Auto auch nicht schöner, entgegnete ich, und hatte Unrecht. Und wie.

Renn-Sau mit Kult-Status

Der "Ur-Zett-Emm" war eine kompromisslose, wenngleich geniale Fahrmaschine, selbst in der handzahmeren 3.0 Ausführung, eine polarisierende Mischung aus Volvos Schneewittchen-Sarg und brüllender Renn-Sau, die sich ihre Käufer zwar einzeln zusammenklauben musste, aber heute verdienterweise Kult-Status genießt. Man möge mir einen gewissen automobilistischen Chauvinismus verzeihen - oder auch nicht - aber der Turnschuh war immer ein "er", bestimmt kein "es" und nie, aber auch niemals eine "sie". Von der geradezu brachialen Kraftentfaltung seines Vorgängers ist die neue Version weit entfernt. Wo sich beim "Ur-Zett-Emm" bei forscher Kurvenfahrt selbst ein Hüsteln verbot und ein gesunder Nieser gar fatale Folgen haben konnte, kann in der neuen Version der bayrischen Sportmaschine heute selbst bei stark forcierter Gangart ungestraft geplauscht werden - und das bei Querbeschleunigungen, die vorderhin genügt hätten, ganze Straßenränder vom Forst zu befreien.

BMWs Neuester bringt seine 343 Pferde vergleichsweise mild auf den Asphalt, was nicht heißen soll, dass wenig passiert beim Durchtreten des rechten Pedals. Der Power-Bayer fährt sich prächtig, kein Zweifel, und deshalb ist es auch angebracht, den Kraftmeier auf abgeschlossener Strecke testen zu können, wo er prompt Rundenzeiten erreichte, die vor nicht allzu langer Zeit Formel-Rennwagen vorbehalten waren. Das Drehmoment des M-Motors bringt die knapp eineinhalb Tonnen Leergewicht gewaltig auf Trab, das Auto klebt BMW-typisch auf der Strasse, und selbst bei Volllast im Scheitelpunkt der Kurve gibt sich der bedeckte Sportler keine Blöße, sondern zuckt höchstens mal kurz mit dem Hintern, bevor die Traktionskontrolle lebensrettend eingreift (auch ohne die elektronischen Helfer ist der Kraftprotz erstaunlich gut zu kontrollieren). Die neue Bremsanlage greift genial, das perfekte Gewichtsverhältnis von 50:50 auf Vorder- und Hinterachse, ein Leistungsgewicht von 4,1 Kilogramm pro Pferd und die ungemein steife Karosserie machen das Z4-Coupe zur wahren Adrenalinquelle. Das 6-Gang-Getriebe ist altbewährt, wiewohl in meinem Testwagen ein klein wenig hakelig - kurz: das von den Münchnern gern zitierte Fahrvergnügen stellt sich schon nach fünf Sekunden ein, wenn die Hunderter-Marke überschritten wird. Soviel Spaß verlangt nach Härte.

Zivilisierter Leistungssportler

Der Z4MC identifiziert die Marke der Zigarettenkippe, über die ich gerade gefahren bin, und lockere Zahnfüllungen können das Vergnügen auf (von EU-Subventionen unberührten) Landstrassen der portugiesischen Provinz deutlich mindern. Und trotzdem verliert man selbst bei knapp 8000 Umdrehungen nicht das Gefühl, dass er gerne mehr möchte, als er darf. Das Z4 M-Coupe ist bei aller Potenz - und bei allem Lärm, den er macht - kein getarnter Rennsportler mehr, sondern ein hoch zivilisierter Leistungssportler, einer, der die 100-Meter im Armani läuft sozusagen, den Sie - einen zarten Kupplungsfuß vorausgesetzt - durch die verstopfte Innenstadt chauffieren können und in den genügend Einkaufstüten passen, um Beziehungsgesprächen über die Logik der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs den pragmatischen Wind aus den Segeln zu nehmen. Zum Beispiel: Meine Lebensgefährtin drohte mir einstmals, nie in den Z3C einzusteigen, sollte ich ein solches Fahrzeug je erstehen. 340 Liter Laderaum (was sich in ungefähr 24 Paar Manolo Blahnik-Kartons übersetzen lässt) hätten sie vielleicht eines Besseren belehrt.

Womit wir beim Geld wären, über das man im Falle von BMW entgegen landläufiger Meinung schon mal reden sollte, denn das Preis/Leistungs-Verhältnis des M-Coupes ist erstaunlich gut. Knappe 56 Tausend Öre Grundpreis sind ein gewaltiger Haufen Geld für einige Tässchen Adrenalin täglich, vor allem bei der bekannten Aufpreispolitik der Münchner, und die Mitbewerber im Sportcoupe-Bereich haben ja auch nicht geschlafen. Aber mit dem Nachfolger des Turnschuhs ist BMW ein muskulöser Wurf gelungen, der das Prädikat "der Auto" durchaus verdient.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?