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Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce: Der stärkste Stier im Stall

Der Aventador LP 750-4 Superveloce ist mit 750 PS der stärkste Lamborghini aller Zeiten. Zum Cruisen auf der Promenaden ist die brutale Maschine nicht zu gebrauchen.

Kleiner Trost: In China ist das Monster nich teurer.

Kleiner Trost: In China ist das Monster nich teurer.

Endlich kann man den stärksten Lamborghini aller Zeiten fahren. Der auf 600 Einheiten limitierte Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce stellt mit seinen 750 PS die neue Sperrspitze der italienischen Traumfabrik dar. Wer der Meinung ist, dass ein ausgewachsenes Pferd für den Transport von zwei Tüten Milch Verschwendung und unnötig ist, darf sich jetzt eines Besseren belehren lassen. Die an alle vier gewaltigen Räder transportierte Leistung, sowie die Kraft von 690 Newtonmetern sorgen für ein brachiales Längsbeschleunigungs-Feuerwerk und ein Leistungsgewicht von 2,03 Kilogramm pro PS.

Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce: Nichts für Angeber
Er ist der stärkste...

Er ist der stärkste...

Dass im Preis von 389.356 Euro der Service einer imaginären Domina inkludiert ist, sollte jeder Käufer vorher wissen. Diese Dame zimmert dem Fahrer mit ihrem Rohrstock bei jedem manuellen Hochschalten innerhalb des automatisierten Siebenganggetriebes zünftig in den Nacken. Chinesen müssen sich dank der gewaltigen Steuer diesen Service für rund 1,2 Millionen Euro wesentlich teurer erkaufen.

Zuviel Kraft für die Handschaltung

An dieser Stelle darf kurz gedacht werden, dass der Fahrer dann doch einfach die Finger von den großen Schaltwippen lassen und die Gangwechsel der Automatik überlassen könne. Doch genau dann stellt sich raus, dass die Getriebe-Domina die Gänge weder immer zum korrekten Zeitpunkt, noch besonders feinfühlig wechseln kann. Warum Lamborghini kein rein manuelles Schaltgetriebe anbietet erklärt Entwicklungschef Maurizio Reggiani trocken so: "Nicht jeder Käufer ist ein gelernter Rennfahrer." Oder anders formuliert: Das Getriebe würde besonders im Stadtverkehr auf Grund der gewaltigen Kräfte im Nu pulverisiert. Dass die Schaltwippen fest installiert und sich nicht mit dem Lenkrad mitbewegen spielt hier ausnahmsweise keine Rolle. Denn dank einer verbesserten dynamischen Lenkung treten nur beim Rangieren Lenkwinkel auf, die das manuelle Schalten unmöglich machen würden.

Klassenfahrt auf der Rennstrecke.

Klassenfahrt auf der Rennstrecke.

Das perfekte Einlenken und die brachiale Kraftentfaltung sind das eine, die erreichbaren Querbeschleunigungen das andere. Dafür unverzichtbar ist sein unverkennbares Markenzeichen: Der keinesfalls nur zu Showzwecken installierte Heckflügel, der den Abtrieb um 170 Prozent auf insgesamt 218 Kilogramm erhöht. Dank ihm werden die Innereien der beiden Insassen in schnell gefahrenen Kurven äußerst effektvoll umsortiert. Überhaupt ist der in 2,8 Sekunden auf Tempo 100 und über 350 Kilometer pro Stunde schnelle Lambo kaum zum Balzen geeignet. Anders als so manch anderes Familienmitglied oder auch viele Konkurrenten rollt der 50 Kilogramm leichter und gleichzeitig 50 PS stärker gewordene Supersportler nahezu lautlos durch den Stadtverkehr. Das große Zwölfzylinderkonzert geht erst bei Drehzahlen los, die innerorts besser nicht erreicht werden sollten.

Neben all den physikalisch möglichen und auch tatsächlich erfahrbaren Superlativen während eines Nackenmuskel zerreißenden Ausritts, bietet der 1,5 Tonnen schwere Freudenspender auch humoristische Momente. So wirkt ein Blick auf die Restreichweite direkt nach einem erneuten Volltanken bei Umweltfreunden für ein hysterisches Lachen. Gleichzeitig sorgt der große und in schönstem Gelb erstrahlende Tacho-Display für ein Kampfjetgefühlt mit comichaften Zügen. Im neuen Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce scheint jedoch alles bis ins Details harmonisch zusammenzupassen, wenn nicht sogar zusammenzugehören. Den italienischen Supersportwagen-Schöpfern ist erneut ein waschechter Lamborghini mit allem was dazugehört gelungen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.