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Mobil-Assistent: Einkaufskorb Gita von Piaggio rollt dem Besitzer hinterher

Wäre es nicht praktisch, wenn man seinen Einkauf in Zukunft nicht mehr nach Haus tragen muss? Die Gita von Piaggio rollt hinter einem her wie ein Hündchen und transportiert dabei 18 Kilogramm.

Im kurzen Abstand folgt die Gita ihrem "Herrchen".

Im kurzen Abstand folgt die Gita ihrem "Herrchen".

Die italienische Firma Piaggio ist bekannt für seine Roller - auch die Vespa gehört zum Imperium von Piaggio - und kleinen Lastfahrzeugen wie der Ape. Doch Piaggio will modern werden, und nicht nur italienische Legenden mit hohem Nostalgiefaktor produzieren. Eine erste Vespa mit einem Elektromotor wird gebaut, dazu gibt es die Gila  - ein autonom fahrendes Einkaufskörbchen.

Entwickelt wurde sie vom Entwicklungszentrum für Zukunftsmobilität Piaggio Fast Forward (PFF). Ein Fingerabdruck-Scanner aktiviert die Gita, danach folgt sie ihrem Besitzer wie ein Hündchen. Selbst Fahrradfahren ist möglich, die Gita schafft bis zu 35 km/h. Die zweirädrige Gita kann Einkäufe von bis zu 18 kg transportieren. Der stärkere Kilo schafft sogar 100 Kilo.

Italienisches Design

Die Fahrzeuge bestehen aus einem Körper in Form einer Trommel und zwei umlaufenden Reifen, der Kilo besitzt ein weiteres Stützrad. Mit einer ähnlichen Technik wie ein Segway hält die Trommel sich in der Balance, schließlich darf der Einkauf während der Fahrt nicht geschleudert werden. 

Die Gita ist gedacht als Mobilitätslösung in der Stadt, die es dem Menschen auch ohne Auto erlaubt, größere Einkäufe mit sich zu führen. Der größere Kilo könnte sogar Werkzeug und Material von Handwerkern transportieren.

Praktische Probleme

Ohne Frage sieht die Gita fantastisch aus. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, wie durchdacht dieses Konzept ist. Das fängt bei der schicken Zweiradkonzeption ab. Die beiden außen laufenden Räder machen es notwendig, den trommelförmigen Körper selbst balancierend aufzuhängen. Ein Aufwand, der mit vier Rädern nicht notwendig wäre. Außerdem fällt auf, dass die Roboter sich auf bisherigen Bildern immer auf ebenen Boden oder auf Rampen aufhalten. Zu befürchten ist, dass sie eine Stufe nur ganz un-autonom bewältigen können - man seine Gita also über jede höhere Gehwegkante tragen muss. Bei einem voll gepackten Kilo keine schöne Vorstellung.

Auch das Konzept der halbautonomen Bewegung birgt Probleme. Wenn sich Gita oder der große Kilo mit 35 km/h neben einem Rad durch die Stadt bewegen, müssten sie genauso sicher wie ein Auto im Verkehr manövrieren können. Nur hinterherrollen reicht nicht aus, um Unfälle zu vermeiden. Unklar wie Piaggio eine Aufgabe schaffen will, an der Giganten wie Mercedes, Google oder Apple derzeit noch scheitern. Bei der Begleitung eines Fußgängers auf dem Gehweg stellt sich das Problem nicht in dieser Weise, dann muss die Gita nur Hindernissen ausweichen. Außerdem soll man die Gita als Bote in Büros und Krankenhäusern einsetzen. In vermessenen Umgebungen soll sich die Gita auch allein zurechtfinden.

Kra
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.