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Elio Motors will ein Öko-Mobil bauen: Öko-Laubfrosch

Der Ingenieur Paul Elio hat ambitionierte Pläne: Ein Dreirad soll das Autofahren in den USA revolutionieren.

Das giftgrüne Vehikel schaut aus wie ein Uni-Projekt. Dennoch ist der Ingenieur und geistige Vater des Dreirads, Paul Elio, von dem Leistungsvermögen des Fahrzeugs überzeugt: "Dieses Auto wird Spaß machen." Nur definierte sich Fahrvergnügen in den USA bisher hauptsächlich über großvolumige Verbrennungsmotoren mit möglichst viel Zylindern.

Die Fahrleistungen des bisher namenlosen Autos können sich sehen lassen: In 9,2 Sekunden soll der Sprint von null auf 100 absolviert sein, die Spitzengeschwindigkeit soll 172 km/h betragen und der Verbrauch 2,8 l/100 km. Mit dem 30 Liter Tank soll das eine Reichweite von 1.081 km möglich sein. Selbst im Stadtverkehr steigt der Benzindurst des sparsamen Öko-Laubfroschs auf 4,8 l/100 km.

Klar, das sind alles Werte, die andere Fahrzeuge, wie zum Beispiel der VW XL1, auch schaffen. Allerdings kostet die Wolfsburger Flunder sicher mehr als die 6.800 US-Dollar 5.190 Euro), die Paul Elio für sein Baby aufrufen will. Möglich sein soll dieser Schnäppchen Preis über bewährte Technik: Der Fahrgast-Käfig wird mit Anbauteilen aus Kompositwerkstoffen beplankt und der Motor ist ein Dreizylinder-Triebwerk mit 70 PS. Angetrieben werden die beiden Vorderräder und die Schaltung hat fünf Gänge.

In dem Zweisitzer sollen zumindest vorne auch große Personen Platz finden. Legt man den Rücksitz um, fasst der Kofferraum auch Golfbags. Die Traktion wird durch 15-Zoll-Räder garantiert. Auch wenn das Fahrzeug nach US-Gesetzen ein Motorrad ist, soll es alle Crashtests eines normalen Autos bestehen. Die Simulationen laufen bereits und Paul Elio will fünf Sterne erreichen.

Selbst der Dieselmotor hatte es auf der anderen Seite des Atlantiks schwer, sich durchzusetzen. Doch der graumelierte Mann mit der feinrahmigen Brille setzt auf den steigenden Benzinpreis und die ökologische Vernunft seiner Landsleute. Produziert wird das Fahrzeug in einer ehemaligen GM-Fabrik in Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana. 1.500 Menschen sollen das Dreirad dort bauen. Schon Juli nächstes Jahres sollen die ersten Exemplare verkauft werden.

Press-Inform / pressinform
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