Faszination: Studie Renault Altica Neue Wege


Ein sportlicher Crossover ist nichts Neues. Wer hätte gedacht, dass gerade Renault sich auf dieses Terrain wagt. Die Studie Altica ist halb Coupé, halb Tourer - und man hätte sie allenfalls von Audi oder BMW erwartet.

Wie aus heiterem Himmel scheint Renault vergangenes Jahr Formel 1-Weltmeister geworden zu sein. Der Imagetransfer fällt nun schwer. Sportliche Modelle sucht man abseits von aufgerüsteten Clio- und Mégane-Versionen vergebens in der Modellpalette. Doch die Franzosen wollen in den nächsten Jahren mehr Gas geben und europaweit neue Kunden locken. Da kommt eine Studie wie der Altica gerade recht.

Wer ihn sieht, denkt an Audi Shooting Brake oder Volvo C30 – nur noch eine ganze Ecke sportlicher: Weit aufschwingende Flügeltüren, das kuppelartige Dach und pralle 21-Zoll-Felgen. Schnittige Kurven und Sicken fesseln die Blicke aus allen Perspektiven. Fünf Designer konnten sich an der 4,27 Meter langen Studie (interne Bezeichnung Z 19) austoben.

Nach einem wie dem Renault Altica würde man sich in der französischen Hauptstadt genauso herumdrehen wie auf der Düsseldorfer Kö oder den spanischen Ramblas.

Dort wäre mit dem Altica auch das Einparken kein Problem. Mosaikartige Öffnungen in der hinteren Dachsäule sorgen jederzeit für Durchblick. Das Heck hat aber noch weitere Überraschungen parat. Ein Jet-System vor der Abrisskante sorgt für eine bessere Aerodynamik. Die Verwirbelungen hinter dem Wagen reduzieren sich dank dieser pulsierenden Aluminiumleiste deutlich. Die Studie soll mit 5,3 Litern Diesel auf 100 Kilometern auskommen.

Besonders ungewöhnlich ist das Gesicht des Altica. Die bullige Motorhaube ist tief in die Schürze gezogen und verjüngt sich zur Fahrzeugmitte. Besonders die markigen LED-Scheinwerfer in Form eines L sind echte Hingucker. Diese Studie dürfte auf dem Genfer Automobilsalon für jede Menge Aufsehen sorgen.

Renault-typisch gibt es eine Reihe interessanter Details. Da sind die fest arretierten Stühle, in die sich Fahrer und Passagiere bequem betten. Die Anpassung an die Körpergröße erfolgt über ein verstellbares Paket aus Armaturenbrett, Lenker und Pedalerie.

Hinter der weit aufschwingenden Hecktür gibt einen ebenso variables Abteil. Entweder 1.300 Liter Stauraum - oder weniger und man klappt die beiden Einsitze aus der Bodenplatte. Alle vier Passagiere können sich dann über riesige Fensterflächen und das gigantische Panoramadach freuen.

Bei der Motorisierung der Studie geht Renault auf Nummer sicher. Kein Hybrid- oder Elektromotor, sondern ein aktueller Diesel arbeitet unter der schnittigen Motorhaube. Der Zweiliter-dCi mit 130 kW/177 PS wurde erst jüngst im Laguna vorgestellt. Mit einem maximalen Drehmoment von 380 Nm soll er das sportliche Image des sportiven Crossover unterstreichen. Entsprechende Fahrleistungen und ein Partikelfilter sind selbstverständlich.

"Ein solches Fahrzeug könnten wir bis 2008 in die Realität umsetzen", sagt Dennis Falk, einer seiner Designer. Doch es scheint unwahrscheinlich, dass diese Studie jemals in Serie gehen wird. Schon realistischer, dass einige Designelemente in den nächsten Jahren die Renault-Produktpalette bereichern werden. Und auch ein sportlicher Crossover mit einem Altica als Vorbild scheint durchaus denkbar. Zumindest lässt Renault Raum zum Träumen.

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