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Ford Grand C-Max 1.6 EcoBoost: Teurer Familientraum

Mit dem Grand C-Max bietet Ford einen Traumwagen für nahezu jede Familie an. Bevor er allerdings in die heimische Garage wandert, müssen für den vollausgestatteten Traum bis zu 30.000 Euro überwiesen werden.

Er ist groß, aber nicht zu groß. Er ist geräumig, aber nicht unübersichtlich. Und er bietet bis zu sieben Personen Platz ohne von außen wie ein Großraum-Bus auszuschauen. Der Ford Grand C-Max verspricht viel und hält noch mehr. Angefangen bei der frei konfigurierbaren Sitzanzahl. Für Familien mit bis zu zwei Kindern und gelegentlichen Mitfahrern liegt die 2+2+2-Bestuhlung nahe. Soll heißen, die zweite Reihe besteht aus zwei, in Längsrichtung frei verschiebbaren Einzelsitzen. Die zwei, völlig plan im Kofferraumboden versenkbaren Extrasitze in der dritten Reihe können verborgen bleiben - müssen und werden sie aber nicht. Denn vor allem kleine Kinder und auch der ein oder andere Erwachsene kommen schnell dahinter, dass der Platz auf den vermeintlich billigen Plätzen der letzten Reihe gar nicht mal so schlecht sein muss. Vorausgesetzt die Rückenlehne des Vordersitzes in der zweiten Reihe wird umgelegt und die Beine können dort drauf platziert werden. Mehr Beinfreiheit findet sich auch in einem Maybach nicht.

Ford Grand C-Max 1.6 EcoBoost: Teurer Familientraum
Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Zufriedene Mitfahrer bieten eine gute Basis für lange Fahrten. Die Sitze und die leicht erhöhte Sitzposition in der ersten Reihe komplettieren diese guten Voraussetzungen. Hinzu kommen eine spielend leichte Lenkung, die dennoch Ford-typisch präzise arbeitet, sowie ein komfortables Fahrwerk. Die Bedienung des Infotainment-Systems fällt dank der neuen Ford-Sync-Software noch leichter und das recht einfach dargestellte Navigationssystem erfüllt seinen Zweck. Hinzu kommt ein Park-Pilot der sowohl die Park-Lücken-Auswahl sowie das Einparken selbst vorzüglich und in kürzester Zeit übernimmt.

Dass der Ford Grand C-Max ein echter Familien-Traum ist, ist ihm dabei von außen kaum anzusehen. Ok, die hinteren Schiebetüren geben einen ersten Hinweis darauf, dass vor allem in engen Parklücken das An- und Abschnallen von kleinen Kindern dennoch leicht und ohne Kratzer im Nachbarauto von statten geht. Doch das kleine Fenster hinter der C-Säule täuscht einen sehr kleinen Kofferraum vor. Na gut, 56 Liter sind nahezu weniger als nichts. Doch wer hat schon ständig die dritte Sitzreihe in Benutzung? Sind die beiden Einzelsitze versenkt, stehen 755 Liter zur Verfügung. Steht ein Umzug ins Haus und auch die zweite Reihe wurde umgeklappt, lassen sich bis zu 1.742 Liter von A nach B transportieren. Bei all diesen Litern wird schnell vergessen, dass der Grand C-Max mit seinen 4,52 Meter recht kompakt bemessen und dadurch leicht durch die Stadt zu pilotieren ist.

Für den Antrieb des Ford Grand C-Max sorgt ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-EcoBoost-Benzinmotor mit 150 PS, die er per Frontantrieb auf die Straße bringt. Die Höchstgeschwindigkeit von 202 Kilometer pro Stunde wird jedoch genauso mühsam erreicht, wie die Tempo 100-Markierung, für die sich der Kölner 9,9 Sekunden Zeit lässt. So ganz kann er sein Leergewicht von 1.496 Kilogramm nicht vertuschen. Braucht er aber auch gar nicht, denn in der Stadt verhält sich der Familienwagen ausgezeichnet. Der Spritverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometern wird zwar nur dann erreicht, wenn sowohl Landstraßen- als auch ruhige Autobahnfahrten zum Streckenprofil hinzugehören, doch braucht er sich mit unter acht realen Litern in der Stadt nicht zu verstecken. Wird er hauptsächlich für Fahrten zum Fußballtraining der Kinder und zum Einkaufen und somit im Schnitt 20 Kilometer pro Tag gefahren, reicht der Tank des sogenannten Soccer-Mum-Car locker einen ganzen Monat.

Sollte es dann doch einmal auf die Autobahn gehen, halten Assistenten zum Fahrspur-Halten, Toter-Winkel-Beobachten, Fernlichteinschalten und Verkehrsschilder-Erkennen ihre schützenden, imaginären Hände über die Insassen. Gleichzeitig sorgen Front- und Seitenairbags ins der ersten, sowie Kopf-Schulter-Airbags in der ersten und zweiten Reihe für Schutz im Falle eines Unfalls. Dass ein nahezu komplett ausgestatteter Ford Grand C-Max in der Titanium-Ausstattung mehr kostet, als das 20.450 Euro teure Ambiente-Modell, ist klar. Knapp 30.000 Euro für den wie ein Christbaum mit allem Drum und Dran geschmückten Grand C-Max wirken aber nicht nur auf dem Papier sehr viel. Zumal nicht einmal Bi-Xenonscheinwerfer oder eine elektrische Heckklappe inklusive Rückfahrkamera in der Titanium-Ausstattung mit von der Partie sind. Hier dürfte oder sollte Ford den nach einem vernünftigen und durchaus schnittigen Familien-Traumauto dürstenden Familien ruhig mal einen gehörigen Schritt entgegenkommen.

Press-Inform / pressinform
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