HOME

Hyundai Veloster 1.6: Überraschungspaket aus Korea

Graue Mäuse produziert Hyundai schon lange nicht mehr, jetzt wollen die Koreaner auch eigene Trends setzen. Das 2+1-Türer-Coupé Veloster ist einzigartig, ein bisschen skurril und trotzdem praktisch. Nur mit der versprochenen Sportlichkeit haut es nicht hin.

Wenn Passanten den Hyundai Veloster sehen, gehen die Augenbrauen nach oben. Nicht nur weil der 4,2 Meter lange Wagen aus der Masse heraussticht, sondern weil irgendwas mit den Türen nicht zu stimmen scheint: Rechts gibt es zwei, links nur eine. Das passt zur Zielgruppe: "Junge Männer, alleinstehende Frauen und junge Ehepaare mit Kind" will Hyundai-Geschäftsführer Werner H. Frey mit dem Veloster ansprechen. Konsequenterweise gibt es in der Armlehne nur drei Knöpfe für die Fensterheber. Das rechte hintere Fenster lässt sich versenken, das linke nicht.

Der Veloster ist schrullig, sein Design polarisiert und das Türkonzept ist erfrischend anders. Zwar gab es ein ähnliches 2+1-Schema schon bei Autos wie dem amerikanischen GM Saturn 3-door Coupé, aber beim Hyundai ist die dritte Tür mehr als eine Behelfslösung – sie ermöglicht einen bequemen Einstieg in den Fond. Und da passen zwei Leute hinein, falls doch einmal das zweite Kind im Anmarsch ist. Auf den Rücksitzen haben Erwachsene an den Knien allerdings nicht viel Lebensraum. Hinter der gläsernen Heckklappe warten 320 bis – bei umgeklappten Rücksitzlehnen – 1015 Liter Kofferraumvolumen. Damit steckt der Veloster immerhin den Scirocco in die Tasche.

Kein Nordschleifenjäger

Das Cockpit des Koreaners kann sich sehen lassen. Man sitzt in bequemen Sportsesseln, die allenfalls ein bisschen mehr Seitenhalt vertragen könnten. Der Pilot freut sich über fahrerorientierte Instrumente, den gut erreichbaren Schaltknüppel und das griffige Lenkrad. Gleichzeitig ist der Kommandostand mit reichlich Ablagen, Becherhaltern und Staufächern versehen. Die Verarbeitungsqualität ist solide, nichts im Veloster wirkt billig.

Der Veloster wird zwar als sportliches Auto angepriesen, doch mit dem Scirocco, dem Mini oder auch dem Hyundai Genesis Coupé aus eigenem Hause kann er in diesem Punkt nicht mithalten. Die Lenkung ist zu synthetisch, das immerhin erfreulich straffe Fahrwerk ist bei Unebenheiten zu hölzern. Vor allem aber fehlt dem Koreaner der Pep unter der Haube. Bislang steht nur ein 1,6-Liter Benziner mit 140 PS (103 kW) zur Verfügung. Beschleunigung und Durchzug sind für die Stadt okay, insgesamt aber zu zäh. Überholmanöver sind nicht die Stärke des Veloster, und oberhalb von 120 Km/h auf der Autobahn ist der Vierzylinder zu schwach auf der Brust, mühsam quält sich der Wagen bis zur 200 Km/h-Marke. Der bei höherem Tempo sehr brummige Motorsound macht die Sache nicht besser.

Im September steht der Veloster 1.6 bei den Händlern und kostet 21.600 Euro (Basisausstattung Style). Dafür gibt’s unter anderem ESP, sechs Airbags, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, CD-Radio mit USB-Anschluss, Tagfahrlicht, elektrische Fensterheber und Einparksensoren, die bei dem unübersichtlichen Heck auch hochwillkommen sind. Zum Vergleich: Der VW Scirocco 1.4 TSI (122 PS) kostet 22.500 Euro, der Honda CR-Z mit Hybridantrieb 21.990 Euro, der Mini Cooper mit 122 PS 19.550 Euro und Citroëns Lifestyle-Flitzer DS3 mit 120 PS 17.700 Euro.

Der Hyundai Veloster Premium hat für 26.200 Euro zusätzlich zur Style-Ausstattung unter anderem Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat, beheizte Ledersitze, 18-Zoll-Felgen und Klimaautomatik an Bord. Für das elektrische Panorama-Glasdach werden 1200 Euro fällig, für ein Navigationssystem mit großem Bildschirm 1300 Euro. Ärgerlich: Das Spritspar-Paket inklusive Start-Stopp-Automatik lässt sich Hyundai mit 390 Euro extra bezahlen, bei vielen anderen Herstellern gibt es solche Dinge serienmäßig.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.