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Mercedes-Benz E-Klasse: Markante Pfeilung

Wetten, dass ... der Knick in der neuen Front der facegelifteten E-Klasse von Mercedes noch zu Diskussionen führen wird? Aber die markante Pfeilung ist nur eine Änderung. Die meisten anderen fanden unterm Blechkleid statt.

Für Mercedes-Benz ist die E-Klasse eine der wichtigsten Modellreihen. Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent ist sie in Europa immer noch die Nummer eins der klassischen Business-Limousinen. Auch wenn in den vergangenen Jahren Qualitätsprobleme und negative Schlagzeilen arg am Image des Sindelfinger Volumenmodells gekratzt haben: Weltweit hat Mercedes-Benz seit der Markteinführung der aktuellen Modellversion im Jahre 2002 rund eine Million Exemplare verkauft.

Wohl und Wehe

An der E-Klasse hängt also wesentlich mit das Wohl und Wehe des Konzerns. Grund genug also, bei jedem Facelift auf der einen Seite behutsam damit umzugehen, auf der anderen Seite aber doch deutliche Zeichen zu setzen. Entsprechend zurückhaltend ist das Upgrade ausgefallen, das Mercedes-Benz jetzt auf der New York Auto Show vorgestellt hat.

Pfeilung ist Programm

Optisch ist erst einmal nur wenig festzustellen an Veränderungen. Die Maße sind praktisch identisch geblieben. Die beiden zweiteiligen Frontscheinwerfer-Einheiten des "Vier-Augen-Gesichts" sind immer noch nicht jeweils verschmolzen. Und der Stern ragt immer noch vorne an der Motorhaube hoch. Doch schon beim ersten Hinsehen wird man das Gefühl nicht los: Irgendwas ist anders. Und Bingo: Die einst sanft gerundete Linie von Stoßfänger und Kühlergrill weisen nun einen deutlichen Knick auf, von Mercedes "markante Pfeilung" genannt.

Für so manchen Mercedes-Fan wird dieser Knick gewöhnungsbedürftig sein. Aber wer sich die anderen Modellreihen der Schwaben ansieht, der wird schnell feststellen: Diese Pfeilung ist Programm. Von SL bis S-Klasse - überall ist dieser Knick mehr oder weniger deutlich ausgeprägt vorhanden. Die E-Klasse ist nur nachgezogen. Und allen Freunden eher runder Formen zum Troste: In Deutschland wird schon das an dieser Stelle montierte Frontkennzeichen dafür sorgen, dass man gar nicht so viel davon wahrnehmen wird.

Genaues Hingucken

Ansonsten folgen die wenigen weiteren Designänderungen der Maxime, die E-Klasse im Detail besser und sicherer zu machen. So fallen beim zweiten Blick die transparenten Lamellen im oberen Bereich der Scheinwerfer auf, die mit für ein variables und verbessertes Leuchtbild sorgen. Als Standlicht verwendet Mercedes in der E-Klasse nun weiße Leuchtdioden.

Intelligent Light System

Intelligent Light System heißt die neue adaptive Scheinwerfertechnik, die laut Mercedes-Benz erstmals in einem Auto eingesetzt wird. Die optional bestellbaren Leuchteinheiten passen sich der jeweiligen Fahr- und Wettersituation an. Das Landstraßenlicht leuchtet den linken Fahrbahnrand heller und weiträumiger aus als das bisherige Abblendlicht und erweitert den Sichtbereich um rund zehn Meter. Ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h schaltet sich das Autobahnlicht an und produziert einen gleichmäßigen, bis zu 120 Meter reichenden Lichtkegel, der die Fahrbahn in der gesamten Breite ausleuchtet. Im Zentrum des Lichtkegels sieht der Fahrer rund 50 Meter weiter.

Das neue Nebellicht verbessert die Orientierung im Nebel und vermindert die Eigenblendung durch das vom Nebel reflektierte Licht. Bleiben schließlich noch das aktive Kurvenlicht - nicht neu, aber weiterentwickelt - und das Abbiegelicht, das die Sicherheit bei langsamer Kurvenfahrt erhöhen soll.

Mehr Sicherheit

Sicherheit ist das eigentliche Schlüsselwort bei diesem Facelift. So führt Mercedes in Limousine und T-Modell nun auch serienmäßig das aus der S-Klasse bekannte Pre-Safe-System ein. Das aktiviert vor einem Unfall reflexartig Schutzmaßnahmen für Fahrer und Beifahrer. Die Neck-Pro-Kopfstützen werden sensorgesteuert bei einem Heckaufprall in Millisekundenschnelle nach vorne geschoben, um die Köpfe der der Frontinsassen besser abzustützen und das Risiko für ein Schleudertrauma zu reduzieren. Auffahrunfälle selbst sollen die blinkenden Bremsleuchten verhindern helfen - bei einer Notbremsung sollen sie die nachfolgenden Fahrer früher und intensiver warnen.

Aufräumen in Maschinenpark

Neues gibt es nun auch bei den Motoren zu vermelden. Sechs von zehn Aggregaten sind Neu- oder Weiterentwicklungen. Bei gleich gebliebenen Verbrauchswerten bieten sie bis zu 82 PS mehr Leistung und bis zu 70 Newtonmeter mehr Drehmoment. Beim E 200 CDI etwa kletterte die Leistung um 14 PS auf nun 136 PS, der E 220 CDI kommt nun auf 170 PS und ein Drehmoment von 400 Newtonmeter. Bei den Benzinern kommt der E 200 Kompressor mit nun 184 PS auf eine 12,5 Prozent höhere Leistung als bisher. Der stärkste Motor grollt künftig im E 63 AMG: 378 kW/514 PS und ein Drehmoment von 630 Nm.

Arbeiten für mehr Fahrspaß

Damit soviel Kraft auch mehr Spaß und Agilität bringt, bekommt die E-Klasse serienmäßig das Paket verpasst, das Mercedes "Direct Control" nennt. Dazu gehören eine um rund zehn Prozent direktere Lenkung und ein zum Teil neu entwickeltes und anders ausgelegtes Fahrwerk. Mit zum Paket gehört auch die neue Steuerung des Sechsgang-Schaltgetriebes. Ob das alles zusammen passt, müssen die ersten Fahrtests zeigen, die in den nächsten Wochen anstehen. Zumindest eine frohe Botschaft verkündet Mercedes schon jetzt: Trotz der umfangreicheren Serienausstattung sollen die Preise der Vier- und Sechszylindermodelle gleich bleiben, wenn sie als Limousine und Kombi ab Juni bei den Händlern stehen.

Pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.