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Mercedes C-Klasse 2011: Frischzellenkur für die Geldmaschine

Der Passat ist neu, der Peugeot 508 steht in den Startlöchern und der 3er BMW wird Ende nächsten Jahres abgelöst. Grund genug, der Mercedes C-Klasse eine Modellpflege zu verabreichen. Die Technik macht den Unterschied.

Seit der Premiere der aktuellen Generation im Frühjahr 2007 wurden von der Mercedes C-Klasse mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft. Die C-Klasse ist die wichtigste Baureihe von Mercedes. Sie bringt Erlöse und Volumen. Gerät sie im wichtigen Flottengeschäft ins Hintertreffen droht der Marke eine Imagekrise. Der dritte Buchstabe im Alphabet war zum Marktstart als Hauptkonkurrent von Audi A4 und 3er BMW mit neuem Design und hinzugewonnener Fahrdynamik beklatscht worden. Kritik gab es für Innenraumgestaltung und die Triebwerke. Hier hatte sich Daimler auf den bekannten Motoren des Vorgängers ausgeruht.

Bei der Modellpflege, die ab März nächsten Jahres im Handel erhältlich ist, wird in erster Linie technisch nachgearbeitet. Doch auch die Optik hat sich leicht verändert. LED-Tagfahrleuchten hatte die C-Klasse bereits im Rahmen der letzten Modelljahre bekommen. Jetzt gibt es jedoch komplett neue Frontscheinwerfer, die sich ähnlich wie beim CLS nach oben in die Kotflügel hineinziehen und neue Schürzen. Die Motorhaube besteht aus Gewichtsgründen fortan aus Aluminium. Das Design der Heckleuchten blieb weitgehend unverändert; jedoch gab es zuvor nur die Blinker in LED-Technik. Nunmehr arbeiten auch die anderen Leuchtfelder in der energiesparenden und leuchtstarken Lichttechnik. Im Innenraum stand ebenfalls die neue Generation von E-Klasse und CLS Pate. So soll die C-Klasse des Modelljahres 2011 mehr Wertigkeit und Eleganz ausstrahlen, woran es bisher bisweilen gefehlt hatte. Insgesamt brachte die Modellpflege 2.000 Neuteile.

Motoren mit Miniverbrauch

Wichtiger sind jedoch die Veränderungen an der Technik. Hier hatten Audi A4 und besonders der 3er BMW bisher Bestwerte setzen können. Doch die Überarbeitungen verabreichen der C-Klasse als eines der wichtigsten Mercedes-Modelle zehn weitere Assistenzsysteme und eine neue Motorengeneration. "Bei Antrieb und Sicherheitssystemen bietet die neue Generation der C-Klasse den Komfort und die Sicherheit unserer Luxusfahrzeuge. Und mit vielen wertigen Details im Innenraum, die an den neuen CLS erinnern, setzt die C-Klasse in punkto Wertigkeit und Qualitätseindruck in ihrem Segment völlig neue Maßstäbe", so Dr. Joachim Schmidt, bei Mercedes verantwortlich für Vertrieb und Marketing.

Die Motoren der Hecktriebler bekamen eine zeitgemäße Start-Stopp-Funktion und auf Wunsch die Siebenstufenautomatik 7G-Tronic. Alle Benziner verfügen nunmehr über eine Direkteinspritzung. Die deutlichste Verbrauchsverbesserung gibt es für das Topmodell C 350, dessen Leistung nicht nur von 292 auf 306 PS stieg, sondern sein Verbrauch verbesserte sich um mehr als 30 Prozent auf 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer. Der sparsamste Diesel C 220 CDI reduzierte seinen Normverbrauch von 4,8 auf 4,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Besonders interessant dürften für viele Kunden die Versionen C 220 CDI (170 PS / 400 Nm) und C 250 CDI (204 PS / 500 Nm) mit Siebenstufenautomatik und einem Verbrauch von 4,8 Litern Diesel sein. Ihre Höchstgeschwindigkeiten liegen bei 231 und 240 km/h. Der 250 CDI ist ab Frühjahr auch als Allradversion zu bekommen, die bisher den Sechszylindern vorbehalten blieb.

Die neue Generation der Mercedes C-Klasse verfügt unter anderem über folgende Fahrerassistenzsysteme: Fernlicht-Assistent, Spurhalte- und Totwinkelassistent, Abstandstempomat, Einparkhilfe sowie Müdigkeitswarner. Komplettiert wird das Sicherheits- und Komfortpaket von einer neuen Telematik-Generation, die nach und nach in allen Modellreihen Einzug halten soll. Ihre offizielle Weltpremiere wird die neue Mercedes C-Klasse auf dem Genfer Salon Anfang März feiern. Die Fahrzeuge sind ab Mitte Januar bestellbar.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.