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Nachrichten: Ford Wirtschaft: Ford will einen Teil seiner Mazda-Aktien versilbern

Der Verkauf der Anteile würde ca. 540 Millionen dringend benötigte Dollars in die Kasse des angeschlagenen Autobauers spülen. Ford würde damit seine Beteiligung an Mazda von 33 auf 13 Prozent reduzieren.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Autohersteller insgesamt ein Verlust von 15 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Allein im dritten Quartal 2008 fuhr Ford ein operatives Minus von fast drei Milliarden Dollar (2,3 Mrd. Euro) ein. Der Umsatz brach um 22 Prozent auf 31,1 Milliarden Dollar ein. In Europa erzielte Ford einen kleinen Vorsteuergewinn von 69 Mio. Dollar. Ein Ende der Absatzflaute ist aber noch nicht in sicht. Fords CEO, Allan Mulally, klagte, dass der Industrieabsatz in den USA in diesem Oktober der niedrigste Absatz seit 25 Jahren sei. Um den angestrebten Konzernumbau vorantreiben zu können, wird dringend frisches Geld benötigt.

Bereits im März dieses Jahres hatte Ford Jaguar und Land Rover an den indischen Hersteller Tata Motors verkauft. Der Preis damals betrug 2,3 Milliarden Dollar. General Motors hat sich am Montag von seiner Beteiligung an Suzuki getrennt. Für seinen 3,2-Prozent-Anteil erhält der GM umgerechnet 180 Mio. Euro. Im Gegensatz zu GM behält Ford bei Mazda allerdings noch einen Fuß in der Tür. Auf die strategische Partnerschaft beider Unternehmen wird der Verkauf keine Auswirkung haben. Ford wird auch künftig größter Anteilseigner bei Mazda bleiben und weiterhin einen Sitz im Board of Directors von Mazda besetzen.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM
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