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Neuer 1er BMW: Kampfansage an die Nachzügler

Jetzt geht in der Kompaktklasse so richtig die Post ab. Mit BMW 1er, Mercedes A-Klasse und Audi A3 bringen alle Premiummarken neue Modelle auf den Markt. Der 1er BMW macht den Anfang – dynamischer und kraftvoller denn je.

Seine breite Nase steht steil im Wind und er kneift die Scheinwerferaugen in Richtung Konkurrenz grimmig zusammen: Der 4,32 Meter lange 1er BMW macht aus seiner Sportlichkeit keinen Hehl. Der Bayer hat seinen Claim abgesteckt und will die Kunden mit Sportlichkeit und Fahrfreude begeistern. Im Segment der Kompakten ist er der Dynamischte aller Wettbewerber.

Das sieht man dem 1er schon auf den ersten Blick an. Er ist in der zweiten Generation kraftvoller und markanter geworden, trägt Kanten und Fugen selbstbewusster als der Vorgänger zur Schau. Auffällig bleiben die lange Motorhaube, kurze Überhänge und der lange Radstand von 2,69 Metern. Am Heck hat sich weniger als von vielen erwartet getan; doch auch hier wirkt der 1er mit neuen Lichtmodulen und einer veränderten Heckansicht drahtiger als bisher. Er ist zunächst nur als Fünftürer in den beiden Modelllinien "Sport Line" und "Urban Line" zu bekommen, die sich auch innen unterscheiden.

Saugbenziner haben ausgedient

Das Grundkonzept des 1ers BMW bleibt beim Alten. Mit Motor vorn, Getriebe hinten und einer vorbildlichen Gewichtsverteilung von 50:50 will er nach wie vor die Fahrdynamiker im Kompaktklassesegment locken. Dazu kommen das geschärfte Outfit, zeitgemäße Technik und neue Motoren. Waren die ebenso kraftvollen wie effizienten Dieseltriebwerke bei den Kunden bereits bisher sehr beliebt, haben die zähen Saugbenziner endlich ausgedient. Basistriebwerk ist der BMW 116i mit einem neu entwickelten 1,6 Liter großen Turbobenziner, der 136 PS leistet. Aus dem gleichen Hubraum holt der 118i 170 PS. Stärkere Vierzylinder mit bis zu 250 PS folgen.

Im Dieselsegment soll es ein zwei Liter großer Selbstzünder in drei Leistungsstufen von 116 PS, 143 PS und 184 PS richten. Die Verbräuche liegen zwischen 4,3 und 5,8 Litern auf 100 Kilometern. Alle Modelle sind wahlweise mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einer Achtstufenautomatik verfügbar. Neben zahlreichen Effizienzmaßnahmen gibt es für alle Benziner und Diesel Start-Stopp-Automatik, regenerative Bremsen und einen Fahrprogrammschalter mit den beiden Modi Eco und Sport.

Mehr Platz auf der Rückbank

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der neue 1er BMW um 8,5 Zentimeter auf 4,32 Meter Gesamtlänge gewachsen. Der Platzgewinn (plus drei Zentimeter Radstand) kommt in erster Linie den Insassen der zweiten Reihe zugute, während das Ladevolumen von 360 bis 1200 Litern dagegen nur leicht angewachsen ist. Der leicht lieblose Innenraum des Vorgängers ist kaum mehr wiederzuerkennen. Klare Anzeigen, wertige Oberflächen und ein Cockpit, das sich technisch und optisch leicht Richtung Pilot neigt, sorgen für ein neues Wohlfühlerlebnis. Auf dem leicht zerklüfteten Armaturenbrett thront ein 6,5 bzw. 8,8 Zoll großer Flachbildschirm mit Anzeigemodulen für Navigation, Klimatisierung, Radio, Telefon und Fahrzeugeinstellungen.

Auch technisch hat der BMW Einser deutlich aufgerüstet und sich von den größeren Brüdern zahlreiche Komfortausstattungen und Fahrerassistenzsysteme entliehen. So gibt es unter anderem Assistenten für das Halten der Spur, Parken, Überholen und Licht. Dazu kommen Rückfahrkamera, Auffahrwarnung, Tempolimiterkennung und Internetzugang. Produziert wird der 1er BMW im Werk Regensburg. Der neue 1er BMW feiert seine offizielle Weltpremiere auf der IAA Mitte September in Frankfurt und wird ab Herbst im Handel verfügbar sein. Die genauen Preise stehen noch nicht fest, werden jedoch knapp über dem Niveau des Vorgängers liegen, der mit dem 122 PS starken BMW 116i für 22.200 Euro startete.

Stefan Grundhoff/Press-Inform
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.