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Neuer Volvo XC40 : Kleiner Kubismus aus dem Hause Volvo

Unverkennbar Volvo. Der neue XC40 ist so kantig es die Autos aus Göteborg immer schon waren.

Unverkennbar ein Volvo. 

Unverkennbar ein Volvo. 

Geht's auch eine Nummer kleiner? Es geht. Und wie! Das Boom-Segment schlechthin ist – nach den kompakten Sport Utility Vehicles – nun das der kleinen Möchtegern-Erdarbeiter, die sogenannten Small-Size-SUVs. Und da der Autokauf wenig mit Ratio zu tun hat, aber dafür umso mehr mit Emotionen, bleibt die Vernunft wieder einmal auf der Strecke.

Kein Mensch braucht SUV, aber ...

Man kann sich den Mund darüber fusselig reden, dass SUVs mehr verbrauchen als ihre herkömmlichen Geschwister und deshalb ökologisch keinen Vorteil bieten, sondern das Gegenteil. Da bricht ein (selbstverständlich berechtigter) Skandal über manipulierte Abgaswerte aus, aber kaum jemand empört sich darüber, dass SUVs ganz einfach mehr Emissionen erzeugen als nötig. Man kann sich darüber aufregen, dass diese Fahrzeuge schwerer sind und in der Regel auch mehr Platz benötigen und deshalb im knapper werdenden Raum unserer Städte alles andere sind als zielführend – sie werden trotzdem gekauft wie verrückt. Nun bekommen BMW X1, Audi Q2 und Q3 sowie Mercedes GLA und Volkswagen T-Roc Konkurrenz aus Schweden – beziehungsweise aus Belgien, denn dort wird der neue Volvo XC40 gebaut.

Ein wuchtiges Erscheinungsbild ist wichtig.

Ein wuchtiges Erscheinungsbild ist wichtig.

Unverkennbar Volvo

Im Design ist er unverkennbar Volvo: aufrecht und klare Kante. Lediglich der Knick in der Flucht der seitlichen Fenster lockert die Linie etwas auf. Im Innenraum sind die Tricks des verantwortlichen Interieurdesigners Eric Gunnarsson dagegen viel zahlreicher. Die Armaturentafel ragt in der Mitte hoch auf, wurde aber vor dem Beifahrer abgeflacht, um das Raumgefühl zu verbessern. Die Lüftungsdüsen ähneln zwar denen in den großen Brüdern der 60er und 90er-Serien, wurden aber aus Platzgründen viel schmaler gestaltet, damit der große, für Volvo typische Bildschirm untergebracht werden kann. Überhaupt – der Raum: Weil in dem kleinen Auto weniger davon zur Verfügung steht, wurde aufgeräumt.

Der Bildschirm dominiert den Innenraum.

Der Bildschirm dominiert den Innenraum.

Zum Beispiel flogen die Basslautsprecher aus den Türen heraus. Für die tiefen Töne zuständig ist im XC40 nun ein Woofer zuständig, der vor dem Handschuhfach sitzt. Da niedrige Frequenzen bekanntermaßen vom Ohr nicht geortet werden können, spielt es schließlich keine Rolle, wo der Schall herkommt. Der Raumgewinn für Staumöglichkeiten in den Türen ist allerdings enorm. Auch in der Mittelkonsole gibt es viel Platz für alles Mögliche; es gibt sogar einen herausnehmbaren Abfalleimer. Sehr praktisch auch der klappbare Haken am Handschuhfachdeckel, für Taschen und Einkaufstüten, damit diese im Fußraum nicht umfallen. Im Kofferraum sorgt zudem ein flexibles Trennelement für sicher verstautes Gepäck.

 Der Raum für Fahrer und Beifahrer geht absolut in Ordnung: die Sitze sind bequem, die Ellenbogenfreiheit ist allemal ausreichend. Doch auf der Rückbank geht es schon deutlich intimer zu. Die Sitzflächen sind kurz und der Knieraum recht knapp; hier sitzen bevorzugt die lieben Kinder. Dafür ist das Kofferraumvolumen mit 460 Litern vollkommen ausreichend.

Designer Eric Gunnarsson formte den Innenraum.

Designer Eric Gunnarsson formte den Innenraum.

Der Downsizing-Trick

Die Fahrwerksingenieure fanden einen wirklich guten Kompromiss zwischen sportlicher Straßenlage und Komfort – zu straff ist der XC40 jedenfalls nicht gefedert, einmal abgesehen davon, dass SUVs wegen ihres höheren Schwerpunktes zum Wanken neigen würden, wären sie nicht grundsätzlich meist etwas härter abgestimmt. Dem Wohlgefühl abträglich waren bei den Testwagen allerdings die lauten Abrollgeräusche der montierten 19-Zoll-Bereifung. Zum Verkaufsstart gibt es zwei Motorvarianten – einen Turbodiesel (D4, 190 PS) und einen Turbobenziner (T5, 247 PS) mit jeweils vier Zylindern und zwei Litern Hubraum. Kleinere Antriebe werden folgen, darunter auch ein Dreizylinder-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum. Die Verbrauchsangaben liegen mit 7,3 Liter Benzin (T5) beziehungsweise 5,1 Liter Diesel (D4) zwar im erwarteten Rahmen – sind aber leider in der Praxis vollkommen unrealistisch.

Bei leistungsstarken Turbomotoren mit kleinen Hubräumen tritt auch im Falle der beiden gefahreren XC40-Versionen das typische Downsizing-Phänomen auf: Auf dem Prüfstand im Normzyklus, wo die Motoren kaum gefordert werden, ist der Verbrauch okay. In der Praxis liegt er aber viel höher. Kein Wunder: der Benziner wiegt knapp unter 1,8 Tonnnen, der Diesel liegt sogar darüber. Beim Diesel stand während der Testfahrten schon mal eine Neun vor dem Komma, beim Benziner noch einmal deutlich mehr. Um es einmal mehr zu verurteilen: Der leider immer noch gültige europäische Normverbrauchszyklus (NEFZ) ist überholt und kann nicht schnell genug ersetzt werden. Denn er nutzt nur den Herstellern, damit diese es leichter haben, ihre CO2-Grenzwerte einzuhalten. Für den Autokäufer sind diese Werte Augenwischerei.

Der Kofferraum bietet genügend Platz.

Der Kofferraum bietet genügend Platz.


In eine ähnliche Kategorie fällt auch das Thema Anschaffung. Die nackte Basisvariante des XC40, die zum Verkaufsstart übrigens noch nicht lieferbar ist, soll schlanke 31.350 Euro kosten; die gut ausgestatteten Testwagen lagen dagegen bei knapp unter 60000 Euro.
 

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.