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Neuvorstellung: Audi R8 5.2 FSI quattro: Noch zwei drauf

Schon jetzt schafft der Audi R8 atemberaubende Fahrleistungen. Doch die Ingolstädter legen noch einen drauf. Genauer: zwei. Mit zwei zusätzlichen Zylindern und nun 525 PS kommt im April der Audi R8 5.2 FSI quattro.

Der Motor im Audi R8 5.2 FSI quattro ist ein alter Bekannter. Er verrichtet schon im Lamborghini Gallardo LP 560-4 seine Arbeit. Der Hubraum misst hier wie da 5.204 cm³. In der Version von Audi liegen bei 6.500 U/min. 530 Nm Drehmoment an. Die Leistung gipfelt bei 8.000 U/min. in 386 kW (525 PS). Die spezifische Leistung beträgt damit 100,9 PS pro Liter Hubraum – und jedes PS muss lediglich 3,09 Kilogramm Gewicht bewegen, weil der Audi R8 V10 in der Version mit der Sechsgang-Handschaltung nur 1.620 Kilogramm wiegt. 258 Kilogramm davon entfallen auf den Motor selbst, nur 31 Kilogramm mehr als beim V8.

Der 5,2-Liter ist ein Direkteinspritzer nach dem FSI-Prinzip: Eine Common Rail-Anlage schießt den Kraftstoff mit bis zu 120 bar Druck in die Brennräume. Die Direkteinspritzung senkt die Klopfneigung und ermöglicht eine hohe Verdichtung von 12,5:1. Die wiederum trägt wesentlich zur Leistung und Effizienz des Motors bei: Der R8 V10 mit R tronic verbraucht auf 100 km durchschnittlich nur 13,7 Liter und stößt damit 325 g/km CO2 aus.

Serienmäßig verfügt der R8 über eine 6-Gang-Handschaltung. Gegen Aufpreis gibt es die sequenzielle R tronic. Mit beiden Getrieben kann die Einstellung "Launch Control" gewählt werden. Die erlaubt vehemente Blitzstarts mit elektronisch geregeltem Reifenschlupf.

Damit sind wir auch schon bei der zweiten Haupttugend des R8: der Traktion. Das Mittelmotor-Konzept in Verbindung mit dem Allradantrieb sorgt für eine ideale Achslastverteilung von 44 zu 56 Prozent. Vier angetriebene Räder finden zudem mehr Grip als zwei, sie erlauben es dem Fahrer, am Kurvenausgang früher wieder Gas zu geben. Die Traktion toleriert eine laut Audi extreme Querbeschleunigung von bis zu 1,2 g.

Magnetische Stoßdämpfer

Die Radaufhängungen an doppelten Aluminium-Querlenkern vorne wie hinten sind auf neutrales Eigenlenkverhalten optimiert. Das Setup ist, noch stärker als beim R8 mit Achtzylinder, auf maximale Performance ausgelegt. Räder im Format 19 Zoll samt Reifendruck-Kontrollanzeige sind Serie, ihr 10-Speichen-Y-Design wurde exklusiv für den R8 V10 entworfen. Das Reifenformat beträgt 235/35 vorn und 295/30 hinten.

Serienmäßig ist eine Highend-Dämpfertechnologie mit an Bord: Audi magnetic ride passt die Charakteristik des Fahrwerks in Millisekunden dem Profil der Straße und der Gangart des Piloten an. Im Öl der Stoßdämpfer schweben winzige Magnetpartikel, die sich beim Anlegen einer Spannung so ausrichten, dass sie den Durchfluss des Öls durch die Ventile bremsen.

Die brachialen Vortriebskräfte werden mit von einer ebenso brachialen Bremsanlage gebändigt. Je acht Kolben vorn und vier Kolben hinten packen die Scheiben, die innen belüftet und gelocht sind. Die Bremsscheiben an der Vorderachse weisen 380 Millimeter Durchmesser auf, die hinteren kommen auf 356 Millimeter. Auf Wunsch rüstet Audi den R8 5.2 FSI quattro mit einer Keramikbremsanlage aus, die Laufleistungen um 300.000 Kilometer erreicht.

Die Karrosserie des Audi R8 ist in Leichtbauweise gefertigt. In dieser Ausführung als Audi Space Frame (ASF) wiegt die Rohkarosse nur 210 kg. Das Design ist noch einmal auf besondere Rennsportlichkeit optimiert worden. Die vorderen Lufteinlässe sind ebenso wie die Lippe der Frontschürze schwarz hochglänzend lackiert. Sie weisen nur zwei statt vier Querstreben auf. Die Sideblades sind weiter ausgestellt als bei der Achtzylinder-Version, die Schweller markanter und breiter geformt, die Entlüftungsgitter am Heckfenster in Alu-Optik matt gehalten.

Geld und Geduld

Bei 100 km/h fährt der Heckspoiler selbsttätig aus. Er soll ebenso wie der voll verkleidete Unterboden und ein weit nach oben gezogener Diffusor für ausreichend Andruck sorgen. Am Heck dominiert hochglänzendes Schwarz - selbst die LED-Rückleuchten sind dunkel eingefärbt. Die hinteren Luftöffnungen tragen ebenfalls nur zwei Querstege und die Abgasanlage mündet in zwei großen, ovalen Endrohren.

Ein besonderes Highlight des R8 V10 sind die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer – als erster Automobilhersteller nutzt Audi Leuchtdioden für Abblendlicht, Fernlicht, Tagfahrlicht und Blinklicht. Jeder Scheinwerfer integriert 54 LEDs mit seiner Farbtemperatur von 6.000 Kelvin. Dieses Licht ist dem Tageslicht sehr ähnlich und soll die Augen bei Nachtfahrten weniger ermüden lassen.

Für Alltagstauglichkeit sorgt ein großzügiges Raumangebot, das der lange Radstand von 2,65 Metern möglich macht. Unabhängig von ihrer Körpergröße finden Fahrer und Beifahrer laut Audi immer die perfekte Sitzposition. 100 Liter Gepäck passen unter die Fronthaube, weitere 90 Liter finden hinter den Sitzen Platz. Auch zwei Golftaschen lassen sich dort verstauen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, der braucht Geduld und ein gut gefülltes Konto: In Deutschland rollt der Audi R8 5.2 FSI quattro im zweiten Quartal 2009 zum Grundpreis von 142.400 Euro an den Start.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM
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