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Tuning: Brabus Mercedes GLK V8: Teilchen-Beschleuniger

Mercedes ziert sich noch, den kantigen GLK mit einer AMG-Version zu adeln. Edeltuner Brabus zeigt, dass es sehr wohl auch anders geht: Der Brabus Mercedes GLK V8 Wide Star setzt neue Maßstäbe.

Die meisten GLK-Kunden in Europa ordern den 220 CDI. Mit 125 kW/170 PS ist man im 1,7 Tonnen schweren Konkurrenten von X3, Q5 und RAV4 ordentlich, aber nicht gerade sportlich unterwegs. Wer mehr will, kann zum GLK 320 CDI oder den Benzinern 280 und 350 greifen. Da eine leistungsstarke AMG-Version bis auf weiteres im Portfolio fehlt, setzt Tuner Brabus mit seinem GLK V8 Wide Start derzeit die Bestwerte.

"Wir haben den Merceeds GLK komplett umgebaut und mit einem leistungsstarken V8-Triebwerk kombiniert", sagt Brabus-Sprecher Sven Gramm. "Dessen Fahrleistungen lassen keine Wünsche offen."

Bereits die Optik des 4,53 Meter langen Brabus GLK V8 ist alles andere als zurückhaltend. Ausgestellte Kotflügel, 21-Zöller, tiefe Schürzen und aufdringliches LED-Tagfahrlicht. Kein Zweifel, dass hinter der kraftvollen Pfeilung der GLK-Front mehr als 170 Diese-PS schlummern.

Beim Drehen des Zündschlüssels wummert ein satter V8-Klang durch den Innenraum. 6,1 Liter Hubraum und acht Brennkammern pressen den 1,8 Tonnen schweren SUV in beeindruckenden 4,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der blubbernde Kraftprotz leistet 340 kW/462 PS und stellt bereits bei 3.100 U/min ein maximales Drehmoment von 615 Nm zur Verfügung. Das Triebwerk basiert auf dem 5,5 Liter großen Achtzylinder des Mercedes S 500. Und bei artgerechter Fahrweise dürfte es schwer fallen, den Verbrauch unter der 15-Liter-Marke zu halten.

In weniger als 20 Sekunden auf 200

Gut, dass diese Leistung mit der ausgewogenen 4matic-Technik aus dem Hause Mercedes auf die Straße gebracht wird. Sonst würde der Belag der Reifen bei jedem Beschleunigungsvorgang dick abradiert. Vorne läuft der Power-GLK auf 235er Reifen, hinten sind es dünn behäutete 285er Pneus.

Aus mittleren Drehzahlen heraus ist der mit selbstbewussten Karosserieelementen aufgeblasene GLK nicht mehr zu halten. Untermalt von einem donnernden Stakkato drückt der Kraftmeier aus Bottrop seine Passagiere so in die eng geschnittenen Lederstühle, dass sie meinen in einem Sportwagen zu sitzen. Aus dem Stand erreicht er in weniger als 20 Sekunden die 200er-Marke. Wer es darauf anlegt, durchbricht mit dem Brabus GLK V8 mit Leichtigkeit die 250-km/h-Grenze. Die Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h liegt im Bereich von PS-starken Sportwagen.

Leise und zurückhaltend lässt sich der GLK auch bei langsamer Fahrt kaum bewegen. Der V8-Bass wummert in jedem Betriebszustand wie ein zu laut aufgedrehter Bass. Und wenn man die 3.000 Touren hinter sich gelassen hat, ist eh alles zu spät. Dabei hat die modifizierte Siebengang-Automatik keine Probleme, den Leistungsdurst des Piloten in die rechten Bahnen zu leiten. Trotz der wilden Kraftausbrüche wirkt das Fahrwerk nie überfordert, sondern kann gut mit dem mächtigen Potenzial des 462 PS starken Triebwerks umgehen.

Straffes Sportfahrwerk

Das Fahrwerk ist straff bis hart und die Tieferlegung von 30 Millimetern macht sich nicht nur in schnell gefahrenen Autobahn-Auffahrten angenehm bemerkbar. Die Lenkung präsentiert sich trotz der dünnen Gummibespannung auf den großen Felgen jedoch etwas indifferent. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten würde man sich etwas mehr Rückmeldung von der Fahrbahn und eine schwergängigere Übersetzung wünschen. Bärenstark: die Sechs-Kolben-Festsattelbremsanlage mit genuteten Stahlbremsscheiben fasst auch bei hohen Belastungen bissig zu.

Neben den grandiosen Fahrleistungen lässt auch die Innenausstattung kaum Wünsche offen. Die im normalen GLK etwas zu rustikal bearbeiteten Oberflächen an Armaturenbrett und Türen sind verschwunden. Stattdessen blickt man auf handschuhweiches Leder und wertige Verkleidungen. Der Einstieg wird abends durch versteckt in den Schwellerleisten integrierte LED-Leuchten sanft illuminiert. Auf Wunsch bekommt der GLK V8 Wide Star einen komplett in Leder gehaltenen Fahrzeugboden - kann man bei einem Einstiegspreis von 198.200 Euro schließlich auch verlangen.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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